„Das würde uns Lunsen übelnehmen“

Rat lehnt den Tempo-30-Test im Ortskern ab

Thedinghausen - „Das würden uns die Lunser aber übelnehmen“, sah Anke Fahrenholz (SPD) voraus. Es ging darum, in Thedinghausen für zunächst ein Jahr Tempo 30 an der Syker und Braunschweiger Straße durchgehend ab Busbahnhof bis Gasthof „Niedersachsen“ zu erproben.

Die Unabhängige Bürgerliste (UBL) hatte das beantragt. Der Gemeinderat lehnte es mit großer Mehrheit ab. Ein „Modellprojekt Tempo 30“ in Ortschaften will die jetzige Landesregierung auflegen, und Thedinghausen könne sich zu günstigen Bedingungen beteiligen, hatte Dr. Daniel Strassner von der UBL noch einmal erläutert. Nur flächendeckend Tempo 30 im Ortskern könne manche Autofahrer zu mehr Rücksicht bewegen, und besonders nachts störe der Lärm schneller Autos sehr.

Lunsen habe sich aber schon für das Modellprojekt angemeldet, wusste Anke Fahrenholz. Und zwei Teilnehmer-Orte aus einer Samtgemeinde seien sicher nicht möglich. Sie verwies auch darauf, dass bald die neue Ampel an der Braunschweiger Straße komme.

Zweites Tempomessgerät?

Besser ein zweites Tempomessgerät beschaffen, schlug Karin Bergmann (CDU) vor, Das bewirke mehr als alle Verkehrsschilder, pflichtete Wolfgang Kaib (FDP) bei.

Um Tempoüberschreitungen gehe es doch gar nicht, wandte Dieter Mensen (Grüne Liste) ein: „Schneller als 50 ist tagsüber doch im Ortskern gar nicht möglich“.

Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse wies darauf hin, dass seiner Kenntnis nach das Tempo-30-Modellprojekt bisher nur als Ankündigung existiere. Ob es nach der Landtagswahl am 15. Oktober noch eine Rolle spiele, wisse derzeit niemand.

Nur die zwei UBL-Ratspolitiker stimmten für die Tempo-30-Erprobung im Ortskern und alle anderen dagegen.

Klare Mehrheit für Tempo 50

Mit klarer Mehrheit von elf beziehungsweise zwölf Stimmen bei 15 Ratsmitgliedern wurde Tempo 50 an der Ahsener Straße und der Straße Am Adeligen Holze befürwortet. Für die Ahsener Straße waren Gefahren für den regen Fahrradverkehr bei Fährbetrieb sowie der Zuzug einer Flüchtlingsfamilie mit kleinen Kindern als Gründe für die Tempogrenze geltend gemacht worden. Bisher ist hier Tempo 100 möglich. Ob der Landkreis allerdings Tempo 50 zustimme, bezweifelte Hesse. Dieter Mensen meinte, notfalls sei auch 70 akzeptabel.

Zum „Adeligen Holze“ meinte Strassner, es reiche ein Schild „Kurvenreiche Strecke“, während Stefan Schröder (CDU) die 50-km/Grenze für angemessen hielt. Es gebe nicht Wenige, die hier zuviel Gas geben.

la

Rubriklistenbild: © dpa

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