Hof Imhorst firmiert als Demeter-Hof im Rahmen einer gemeinnützigen Stiftung

Lebendiger Bio-Betrieb entsteht in Felde

Sie besiegelten jetzt ihre Zusammenarbeit: Ulf Schönheim, Dietrich Lange, Martin Clausen und Malte Bombien (vorne von links). Im Hintergrund stehen Luise Heiden, Miriam Sachs und Hauke Kurt, die den Demeter-Betrieb künftig führen werden (von links).
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Riede-Felde – Die Nachfolgeregelung vieler landwirtschaftlicher Betriebe steht heute auf der Kippe. Die Gründe sind vielfältig – Kinder wollen die elterliche Hofstelle nicht fortführen, die Flächen sind zu klein oder können nicht wirtschaftlich betrieben werden. Auch Dietrich Lange vom Hof Imhorst in Riede-Felde steht vor der Frage der Nachfolge. Sein Hof wird seit 1980 nicht mehr aktiv bewirtschaftet, die Flächen sind verpachtet.

Verkaufen möchte der 70-Jährige allerdings nicht und ebenso möchte er, dass der Hof in landwirtschaftlicher Nutzung verbleibt. Nun hat er eine Lösung gefunden: Unter dem Dach einer gemeinnützigen Stiftung gründet Lange gemeinsam mit dem Delmenhorster Martin Clausen einen Demeter-Gemüsehof.

Clausen betrieb den Gärtnerhof Sandhausen in Delmenhorst, den er 1992 erfolgreich in eine Demeter-Gemüsegärtnerei umgewandelt hat. Wegen eines Straßenbauprojektes musste der Betrieb jedoch Anfang 2022 weichen. Clausen verfügt also nicht nur über das notwendige Know-how und langjährige Erfahrung, sondern auch über finanzielle Mittel aus der Entschädigung für den Straßenbau. Diese Mittel bringt er in die Hof-Imhorst-Stiftung ein, um Investitionen zu tätigen und den Betrieb damit auf Demeter-Gemüseerzeugung umzustellen.

Die Vision der Stiftungsgründer: Hof Imhorst wird ein lebendiger Bio-Betrieb. Drei junge Menschen, ausgebildet im Gemüsebau und der Landwirtschaft, werden Teil der Betriebsgemeinschaft und sollen sie in die Zukunft führen. Rinder, Hühner, Ziegen und Bienen bringen weiteres Leben auf den Hof. Hecken, Teiche und Brachflächen sorgen für Artenvielfalt. Auf dem Betriebsgelände will Martin Clausen ab 2022 im Freiland Bio-Feldgemüse anbauen. Dazu soll ein neues, großes Glasgewächshaus entstehen, in dem er Feingemüse produziert.

Außerdem plant der Demeter-Gärtner weitere Investitionen. „Wir wollen ein neues Gebäude errichten“, erklärt Martin Clausen. „Es wird Platz haben für eine Mosterei, für Fleisch- und Honigverarbeitung und für eine Küche.“ Und weiter: „Es sollen die Produkte weiter veredelt werden, damit die Wertschöpfung dem Hof und der Region erhalten bleibt. Darüber hinaus sollen bis zu zehn Arbeitsplätze auf Hof Imhorst entstehen.“ Außerdem möchten die Initiatoren Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Menschen aller Altersklassen schaffen und Einblick in Biolandwirtschaft ermöglichen – etwa im Rahmen von Aktionstagen oder Naturschutzprojekten.

Die Regionalwert Stiftung Hamburg, als Arm der gemeinnützigen Regionalwert AG Hamburg, übernimmt die treuhänderische Verwaltung der Hof-Imhorst-Stiftung. So ist beispielsweise sichergestellt, dass die Gemeinnützigkeit gewahrt bleibt, dass der Betrieb durch weitere Zustiftungen ausgebaut werden kann und dass er dauerhaft ökologisch bewirtschaftet wird, auch wenn die bewirtschaftenden Personen wechseln.

„Viele Landwirte wollen ihre Betriebe erhalten, obwohl sie keine Nachfolgerinnen oder Nachfolger in der Familie haben. Mit der Regionalwert Stiftung Hamburg können wir ihnen helfen, das umzusetzen. Und das auch mit regionaler Anbindung: Durch die Netzwerke der Regionalwert AG Hamburg und unserer Schwester-AGs sind die Nachfolgerinnen und Nachfolger nicht allein, sondern agieren mit Gleichgesinnten auf Augenhöhe – und zwar vom Acker bis zum Teller“, benennt Malte Bombien, Geschäftsführer der Stiftung und Vorstand der Regionalwert AG Hamburg, die Vorteile.

Im Raum Bremen/Weser-Ems sei bereits die siebte Bürger-Aktiengesellschaft nach dem Regionalwert-Modell in Vorbereitung, zu deren Gründungsgruppe auch die Hof-Imhorst-Stifter Dietrich Lange und Martin Clausen gehören. Das Stiftungs-Modell lasse sich auch auf nicht-landwirtschaftliche Betriebe ausweiten. „Mehrere Betriebe haben bereits Kontakt zu uns aufgenommen“, erklärt Ulf Schönheim, ebenfalls Vorstand der Regionalwert AG Hamburg. Darunter seien ein weiterer Hof, aber auch ein Betrieb mit Schwerpunkt Hotel und Gastronomie sowie ein Dienstleister.  sch

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