Emtinghauser Rat aber einstimmig für den geplanten Feuerwehrneubau-Standort

Landkreis moniert Waldesnähe

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Links vom Waldweg beginnt der Waldesrand, und auf der freien Fläche gegenüber soll das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus Emtinghausen-Bahlum entstehen. 

Emtinghausen/Bahlum - Muss das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus unbedingt so dicht am Waldesrand gebaut werden? Der Landkreis Verden hatte Bedenken zu dieser Standort-Planung angemeldet. Einstimmig beschloss aber nun der Gemeinderat Emtinghausen den Bebauungsplan „Neubau Feuerwehrgerätehaus Emtinghausen-Bahlum“ einschließlich der nötigen Flächennutzungsplanänderung und brachte damit das Vorhaben weiter auf den Weg.

Auf einer Fläche von insgesamt rund 2000 Quadratmetern an der Syker Staße im Bereich Einmündung Waldweg soll wie berichtet gebaut werden. Diplomingenieurin Franziska Lüders vom Oldenburger Büro „Plankontor Städtebau“ vertrat als Gast der Ratssitzung die Auffassung, dass das wichtige Ziel Waldschutz hier gegenüber Interessen der Allgemeinheit am gesicherten Brandschutz zurücktreten müsse.

An den jetzigen Standorten die Feuerwehrhäuser deutlich zu vergrößern, sei kaum möglich. Daher musste eine andere Fläche gefunden werden. Die stand dann nur hier an der Landesstraße zur Verfügung. Im Übrigen habe eine beauftragte Biologin bei der Untersuchung des nahen Waldrands keine außergewöhnlich seltenen Tier- oder Pflanzenarten festgestellt, fügte Planerin Lüders an.

Zufahrt muss auf Waldweg münden

Einige Einschränkungen bei dem Bauvorhaben gibt es dennoch. So dürfen die dazugehörigen neuen Parkplätze zwar zur Syker Straße hin angelegt werden, aber eine direkte Feuerwehrzufahrt auf diese Landesstraße ist nicht zulässig. Die Zufahrt müsste statt dessen auf den Waldweg münden, der wiederum auf die Syker Straße führt. Diese Einmündung sei aber eventuell zu erweitern, um Feuerwehrfahrzeugen gerecht zu werden.

Außerdem gibt es keinen Schmutzwasserkanalanschluss, so dass diese Mengen vor Ort aufgefangen werden müssten. Auch ist dafür zu sorgen, dass Regenwasser auf dem Gelände versickern kann.

Grüne Ausgleichsflächen finden

Schließlich müssten noch grüne Ausgleichsflächen gefunden werden, da mit dem Feuerwehrbau eine nicht geringe Fläche versiegelt wird. Geeignete Ausgleichsbereiche stünden jedoch zur Verfügung, versicherte der Emtinghauser Bürgermeister Gerold Bremer der Planerin.

Ziel sei, mit dem Bau im kommenden Jahr zu beginnen und ihn dann vielleicht sogar fertigzustellen, blickte Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse voraus. Ganz sicher sei aber nicht, ob dieser Zeitplan einzuhalten ist.

Auf jeden Fall zeigte der Gemeinderat schon mal einstimmig seine Bereitschaft, die weiteren Planungsschritte problemlos zu ermöglichen. 

la

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