Landjugend empört über Zerstörungen

Verramsch-Kritik: Plakate zerrissen

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So wurden zwei Plakate auf dem Privatgrundstück eines Landvolk-Mitglieds in Thedinghausen zugerichtet.

Thedinghausen - Jemand muss sich wohl besonders geärgert und provoziert gefühlt haben: Zwei großflächige Plakate der Landjugend in Thedinghausen, auf denen Kritik an angeblicher Ramsch-Mentalität des Lebensmitteleinzelhandels geübt wurde und Logos mehrerer Handelsketten prangten, wurden von Unbekannten zerstört. Die Banner standen auf dem Privatgrund eines Landvolk-Mitgliedes in direkter Nähe zu einem Edeka-Markt.

Seit dem Wochenende hängen laut Landjugend-Mitteilung im gesamten Verbandsgebiet des Landvolks Mittelweser solche Plakate. Am Mittwochmorgen entdeckte Landvolk-Geschäftsführer Olaf Miermeister die komplett zerschnittenen Plakate auf seinem Arbeitsweg.

„Offenbar scheint die Botschaft nicht jedem zu gefallen“, meint er und schlussfolgert jetzt in einer Pressemitteilung: „Wir haben wohl den richtigen Nerv getroffen.“

Zu Spekulationen, ob Vertreter des Lebensmitteleinzelhandels oder aber Verbraucher mit „Geiz-ist-geil“-Mentalität hinter der Sachbeschädigung stecken, wollten sich Landvolk-Vertreter nicht hinreißen lassen. Weiterhin aber gelte die auf den Plakaten veranschaulichte Kritik.

„Es wäre bitter, wenn die Gesellschaft tatsächlich Lebensmittel zu Ramschpreisen möchte, von denen Milch- und Schweinebauern zurzeit nur schwer überleben können“, wird der Bezug zum aktuellen Preisverfall bei landwirtschaftlichen Produkten hergestellt. Diese Entwicklung löste heftige Proteste von Bauern nicht nur überall in der Bundesrepublik aus.

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