Nur kurzer Regenguss in Felde

Acht Festwagen eskortieren Kranzbinder und tolle Erntekrone

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Die Felder Kranzbinder, in der Mitte das Erntepaar, präsentieren ihre Erntekrone.

Felde - Plötzlich gab es nachmittags gegen 13 Uhr einen kurzen Regenschauer auf dem Schützenplatz in Felde, aber dann wieder strahlende Menschen auf den neun Festwagen, die dem Anlass entsprechend prächtig geschmückt waren. Dazu lachte wieder die Sonne zwischen ein paar lockeren Wolken hervor.

Das kleine Örtchen Felde feierte sein traditionelles Erntefest. Gastgeber war wie immer der Schützenverein. Der Umzug führte zunächst zum Hof der Schützenfamilie Alwin Dahme an der Grenzstraße.

Hier präsentierte das Erntepaar Anna Demske und Eric Schmidt mit ihren Kranzbindern Celina Schmidt, Janina Dahme, Jannek Finke, Matthis Just, Milena Dahme, Sarah und Karina Behlmer, Rike Eberle, Steffen Wendt, Tjark, Niklas und Enya Purnhagen sowie Jendrik Roof die prächtige Erntekrone mit vielen dicken Ähren. Blumen und Früchte waren mit eingebunden, und den „Kopf“ zierte ein Kürbis. Leider war Kranzbinder Pascal Franke aus familiären Gründen verhindert.

Musikalisch wurde die Zeremonie vom Posaunenchor Riede-Thedinghausen unter der Leitung von Andreas Schley begleitet.

Pastorin Müller: Hier hat sich viel verändert

Beim Festumzug durch zahlreiche Straßen des Dorfes fuhr der Wagen der Kranzbinder an der Spitze. Es folgten die Fahrzeuge der Felder „Einhörner“, Kranzbinder Riede, Black & White, der große Bollerwagen „Schöne Maid“, die „Olympia-Gruppe“ Feuerwehr Felde, sowie die „Schirmherrinnen“ und der Schützenverein Felde.

Dessen Vorsitzender Jürgen Winkelmann hieß im Festzelt zahlreiche Gäste willkommen, darunter Pastorin Gudrun Müller, die vor knapp fünf Jahren von der Kirchengemeinde Riede zur Kirchengemeinde Weyhe gewechselt war und jetzt viele frühere Bekannte wiedertraf.

Zunächst trug das Erntepaar das Gedicht zum Fest vor: „Wir wollen feiern nach Väter Art, frisch auf zum Tanz, feiern bis sich die Balken biegen, lustig Musikanten!“

Zu den Klängen des Posaunenchores absolvierten die Kranzbinder ihren Ehrentanz. Pastorin Müller freute sich, die Festansprache halten zu dürfen und schilderte aktuelle Eindrücke:

„Ich bin mit offenen Augen durch Riede und Felde gefahren. Hier hat sich in fünf Jahren viel verändert. Aber auch in Weyhe entstehen große Wohnanlagen. Früher gab es noch Nachbarschaft, so ist es heute zum Teil nicht mehr. Was ist das für ein Gefühl, zu Hause zu sein? Es sind die Gewohnheiten des Lebens, seinen Platz zu kennen, einen Schnack übern Gartenzaun zu halten. Erntefest ist auch ein Stück Heimat, und wir wollen Gott für die Ernte danken.“

Von munteren Weisen des Posaunenchors zu DJ Stephan Nisse

Die Posaunen inszenierten dieses mit den Klängen „Nun danket alle Gott.“ Festwirt Lüder Meyer und sein Team hielten zahlreiche Torten für eine leckere Kaffeetafel bereit.

Draußen hatten die Kinder die Möglichkeit, auf Ponys zu reiten oder in der Hüpfburg herumzutollen.

Der Posaunenchor spielte dann noch ein paar muntere Weisen– fließender Übergang zum großen Ernteball. DJ Stephan Nisse von „Final Sound“ legte hier auf und sorgte für fröhliche Stimmung.

Zwischendurch folgte gegen 20 Uhr ein weiterer Ehrentanz für die Kranzbinder, und dann wurde weitergeschwoft bis tief in die Nacht hinein.

jb

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