Kubikmeterweise tote Fische zu entsorgen

Blender See jetzt fast ohne Leben

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Schaufelweise wurden gestern verendete Fische aus dem Blender See geborgen.

Blender - Die Katastrophe ist da: Etwa zwei bis drei Kubikmeter an verendeten Fischen – Karpfen und andere Arten – wurden gestern schaufelweise aus dem Blender See geborgen. Die Tierkörperbeseitigungsanstalt bekommt jetzt reichlich Arbeit.

Weitere Fischkadaver würden in den kommenden Tagen wohl noch an die Oberfläche treiben, und der lebende Bestand bewege sich auf Null zu, befürchtet Ralf Heinemann von der Interessengemeinschaft (IG) Blender See.

Mit dem starken Blaualgenwachstum im See – wir berichteten am Sonnabend – und dem damit verbundenen Sauerstoffentzug für Fische sieht die IG ihre gerade vor einigen Tagen wieder geäußerte harte Kritik an mangelnden Aktivitäten der Gemeinde Blender zur See-Sanierung auf drastische und so auch nicht gewünschte Weise bestätigt.

Die IG plädiert seit langem dafür, etwa Wasser aus der Emte über Gräben mit durch den See zu leiten, um mehr Bewegung ins Gewässer zu bringen und phosphathaltige mobile Schlämme mit hinaus zu spülen. Solche Schlämme nähren die Algen-Explosion. Sommerliche Höchsttemperaturen wie in den vergangenen Tagen beschleunigen das Ganze dann enorm. Für Fische bleibt schnell nicht mehr genügend zum Atmen übrig, und sie müssen ersticken.

Dies sei jetzt passiert und leider nicht mehr rückgängig zu machen. Umso dringender erscheint es Ralf Heinemann, daraus Lehren zu ziehen und einem weiteren Absterben des Sees entgegen zu wirken. Zunächst sei eine schlagkräftige Runde von Fachleuten zu bilden, die wirksame Schritte zur Sanierung vorbereitet. Die Gemeindeverwaltung könne das mit ihren Kräften offenbar nicht allein bewältigen. Auch teils teure Gutachten hätten keine erkennbaren Konsequenzen gehabt, obwohl 30 000 bis 40 000 Euro jährlich zur Seerettung im Haushalt eingeplant seien.

Als gravierend habe sich der auch von Landesbehörden vertretene Irrglaube erwiesen, wonach allein durch Grundwasserzufluss der See natürlich gereinigt werde, neue Zu- und Abflüsse nicht erforderlich oder nur mit unvertretbar hohem Kostenaufwand machbar seien.

la

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