Morsumer Erntefest Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern

Kreative Umzugswagen

Viele kreative Motive waren zu sehen – hier der „Schlafwagen“ der Straße „Lange Minte“.

Morsum – Mit einem etwas veränderten Ablaufplan verlief das Morsumer Erntefest genauso erfolgreich wie in den Vorjahren.

Der erste Teil des Erntegebetes wurde nach dem Eintreffen der Umzugswagen im Festzelt gesprochen – entgegen der Tradition, die Erntekrone bei der Erntebraut abzuholen. So war es an Erntebräutigam Lukas Springfeld, das Schmuckstück von Ronja Röpke im Beisein vieler Gäste im Zelt auf dem Jan-Richter- Platz herauszufordern. Mit dem Morsumer Spielmannszug marschierte die Erntejugend ein. Souverän wurde dieser Programmteil abgearbeitet.

Pünktlich setzte sich der große Ernteumzug in Bewegung. Vereine, Gruppen oder Straßenzüge hatten die meisten Erntewagen prima geschmückt oder unter ein Motto gestellt. Die weibliche C-Jugend der Handballspielgemeinschaft „MOIN“ schlüpfte mit Trainer und Betreuer in Sportmontur. Der Fahrer der Dunkerskamp-Bewohner war im Giraffenkostüm dabei. Die Nottorfer hatten kein Brett vorm Kopf, aber einiges an Holz vor der Hütten. In einen Schlafwagen hatte die Lange Minte ihren Erntewagen verwandelt, und war dabei nicht verschlafen, sondern bester Stimmung. Eine Kindergarten Gruppe hatte mit Lebkuchen-Herzen ihren Wagen herausgeputzt und den Freimarkt thematisiert.

Im hohen Bogen flogen von vielen Erntewagen Bonbons auf die zahlreich am Wegesrand stehenden Zuschauer. Die „Fleetjer“ als Bautrupp oder Drachen und Prinzessinnen grüßten ins Volk. Am Ende wurden 37 Erntewagen gezählt – nicht ausschließlich aus Morsum, sondern auch aus der Umgebung und sogar aus den Nachbarlandkreisen waren Erntejugendgruppen dabei. Diese präsentierten sich vor allem lautstark. Große Generatoren versorgten die Licht- und Beschallungsanlagen mit Strom. Und auf den Wagen hieß es Becher hoch. Dass dann Becher in der Landschaft entsorgt, oder in Vorgärten Geschäfte verrichtet wurden, war ein kleiner fader Beigeschmack des ansonsten sehr schönen Umzugs.

Bunt geschmückte Hofeinfahrten waren immer wieder zu bestaunen. Die Anwohner zeigten sich ziemlich kreativ. Der Zeitplan des Umzuges wurde nahezu eingehalten. Im völlig gefüllten Festzelt folgte der zweite Teil des Erntegebetes. Danach hieß es auf zur Ernteparty mit DJ Patrick Eggers. Hatten zunächst noch die Kinder die Tanzfläche in Beschlag, übernahm das Partyvolk nach und nach den Tanzboden. Ernteverein, Erntejugend, Eltern und viele fleißige Helfer, wie die Feuerwehr sorgten für ein schönes Drumherum. Sie wurden für ihre Arbeit durch sehr guten Besuch belohnt.

Am Sonntagmorgen hieß es früh aufstehen. Das Festgelände musste gereinigt und die Vorbereitungen für den Erntedankgottesdienst getroffen werden. Von der Veranstaltung gibt es auch einige Videos auf YouTube zu sehen.

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