Krankes Tier auf der Weide in Riede von Unbekannten zu Tode gefüttert / Absicht oder aus Versehen?

Tiefe Trauer um Pony Peggy

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Carlotta (mit einem Bild von Peggy), Julia mit Lukas und Thomas sowie Hofhund Runa trauern um ihr geliebtes Pony.

Riede - Es ist eine herrliche Idylle, der große alte Bauernhof von Julia Heide und Thomas Müller mit ihren Kindern Carlotta und Lukas in der Straße „Im Alten Lande“ in Riede. Und das 24-jährige Deutsche Reitpony Peggy stand täglich im fröhlichen Mittelpunkt der Familie, spielte gern mit Hofhund Runa, einem Deutsche Dogge-Hovawart-Mix.

Leider litt Peggy an der Pferde- und Ponykrankheit Hufrehe, die eine Diät-Ernährung erforderte. Seit etwa viereinhalb Jahren war aufgrund der speziellen Fütterung die Krankheit nicht mehr aufgetreten, aber die Diät musste auch weiterhin angewendet werden.

Die tierliebe Familie wohnt seit etwa zehn Jahren auf dem Hof des ehemaligen Landwirtes Otto Wetjen (ein damaliges Rieder Original). Umgeben von einem großen Garten, altem Eichenbestand, ein Platz zum Wohlfühlen und Genießen. In dieser Idylle lebte von Anfang an auch Peggy.

Am 1. August war plötzlich nichts mehr wie vorher, es herrscht bei allen riesengroße Trauer, denn Peggy ist in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August, etwa in der Zeit zwischen vier und sechs Uhr, mit etwas gefüttert worden, welches ihm seinen qualvollen Tod bescherte.

Julia Heide fand morgens das Pony würgend im Gras liegend. Geschockt lief Julia zum Telefon, wählte den tierärztlichen Notdienst und erreichte nach einigen Versuchen eine Tierarztpraxis aus der Umgebung. Die herbeigerufene Tierärztin stellte fest, der Schlund war dicht, das Pony konnte keine Luft bekommen, Speichel kam durch die Nase, Wasser hatte die Lunge erreicht. Peggy konnte nicht mehr schlucken und kaum atmen. Wie Julia Heide berichtete , hatte die Tierärztin am auf der Seite liegenden Pony festgestellt, dass es an einem Lungenödem, eine schwere Kolik und einem sehr schmerzhaften Schlund litt.

Nach der ersten Notfallversorgung, um das Lungenödem und die Kolik zu lindern, stand das Pony auf, der Zustand besserte sich. Jetzt konnte, nach Ruhigstellung, eine Nasenschlundsonde eingeführt werden, um die offensichtlich bestehende Schlundverstopfung zu beheben. Dabei wurde Wasser in die Speiseröhre eingespült und wieder abgesaugt. Hierbei lösten sich kleine Mengen vom Futter. Dabei handelte es sich um Rübenschnitzelbestandteile. Diese werden aber nicht von den Besitzern verfüttert (nur Gras).

Die Tierärztin stellte fest, dass die gesamte Speiseröhre mit Rübenschnitzeln gefüllt war. Diese quellen, wie in diesem Fall, im trockenen Zustand auf das achtfache Volumen auf. Auch nach vier Stunden, mit einer 90-minütigen Unterbrechung, war es erst gelungen, ein Drittel der Speiseröhre freizuspülen. Es war keine Rettung möglich, das Pony musste schmerzlos eingeschläfert werden.

Julia Heide: „Ein furchtbar harter Schlag für uns, wir sind immer noch geschockt. Peggy war doch solch ein lustiges liebes Pferdchen, hat uns über die ganze Zeit sehr viel Freude bereitet. Wir drehen uns immer noch im Kreis.“

Unklar ist, ob das Tier aus Versehen oder mit Absicht mit dem todbringenden Futter gefüttert wurde. Mit einem Aufruf wendet die Familie sich an die Spaziergänger: „Hier lebte ein Pony namens Peggy, es war 24 Jahre alt und litt an der Rehe. In der Nacht vom 31. 7 bis 1.8. wurde ihm Futter gegeben, welches ihm seinen Tod bescherte. Unser geliebtes Pony musste eingeschläfert werden. Dies soll als Mahnung gelten: Tierfreunde füttern keine fremden Tiere - dem Rest ist es verboten! Das wird Peggy nicht wieder lebendig machen, doch vielleicht kann ihr Tod andere Tiere vor solchen Qualen schützen. Denkt darüber nach, und sprecht Menschen an, die Tiere über den Zaun füttern! Unterzeichnet mit Julia, Thomas, Carlotta und Lukas.“

Wer in dieser Nacht etwas Außergewöhnliches auf oder an dem Gelände der Familie beobachtet haben sollte, wird gebeten, sich zu melden. Auch die Polizei ist übrigens eingeschaltet worden.

jb

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