Opel Vivaro bedient auch entlegene Adressen

Kleinbus verbessert Flüchtlingsarbeit

+
Pastorin Cathrin Schley (rechts) übergibt offiziell den Schlüssel des Kleinbusses an Judith Lübkemann, die neu eingestellte Kraft für „Begegnungsarbeit“ in der Samtgemeinde. Links freut sich Dieter Mensen von der ehrenamtlichen Initiative „Ankommen in Thedinghausen“ über das langersehnte Fahrzeug. 

Thedinghausen - Mit dem von der Firma Maaß für zunächst ein Jahr angemieteten, gebrauchten Opel-Vivaro-Neunsitzer sind nun auch Flüchtlinge in entlegenen Bereichen der Samtgemeinde oder in vom zentralen Thedinghauser Begegnungszentrum Haus auf der Wurth weiter entfernten Orten wie Riede und Blender leicht erreichbar und gut mit einzubinden bei Aktivitäten und Veranstaltungen der Initiative „Ankommen in Thedinghausen“. Damit wird letztlich auch die Integration der Flüchtlinge einfacher. Etwa 200 geflüchtete Menschen leben derzeit laut Auskunft der Initiative in der Samtgemeinde.

Einen solchen Kleinbus hatten sich die ehrenamtlichen Helfer schon länger gewünscht und im Februar beantragt. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stellte im Rahmen ihres Programms zur „Förderung bürgerschaftlichen Engagements bei der Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ jetzt tatsächlich die Mittel zum Anmieten bereit, nachdem das Maaß-Angebot vorlag.

Mit dem Bus, der einen Tachostand von rund 84 000 Kilometer aufweist, sollen auch zusammen mit ehrenamtlich Aktiven kleinere Ausflüge von Flüchtlingsfamilien und Kleingruppen etwa an Wochenenden unternommen werden, da es dann auf dem Lande kaum ein Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs gibt. Aber auch Einheimische dürfen gern bei Fahrten zusteigen oder bei Ausflügen mitmachen.

Kleinbus als Umzugshelfer

Dieter Mensen von der „ankommen“-Initiative freute sich jetzt am Freitagnachmittag bei der Vorstellung des Fahrzeugs sehr über die fast schon nicht mehr erhofften Unterstützungsgelder. Bereits in der nächsten Woche werde das Gefährt beim Umzug einer achtköpfigen Familie von Wulmstorf nach Achim benötigt, kündigte er an.

Der Kraftstoff wird ebenfalls gesponsert und im Übrigen der gesamte finanzielle Bereich über die evangelische Kirchengemeinde Thedinghausen abgewickelt, die auch den Projektantrag gestellt hatte. Ein Anhänger steht für Transporte mit zur Verfügung, und Kindersitze wurden ebenfalls gespendet, berichtete Mensen weiter.

Die „all-inclusive“-Lösung für den Monats-Mietbetrag von rund 400 Euro sei insgesamt günstiger als die zunächst ins Auge gefasste Nutzung eines alten Bürgerbusses mit 400 000 Kilometern auf dem Buckel. Zudem werde dieses Fahrzeug weiter als Ersatz für Bürgerbus-Ausfälle gebraucht und hätte nicht zuverlässig der Flüchtlings-Initiative zur Verfügung gestanden.

 la

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Entwarnung nach Terrorangst in Londons Einkaufsviertel

Entwarnung nach Terrorangst in Londons Einkaufsviertel

Diese Stellen vergessen Sie beim Putzen andauernd

Diese Stellen vergessen Sie beim Putzen andauernd

Werbung für Abtreibung: Ein Urteil heizt alte Debatten an

Werbung für Abtreibung: Ein Urteil heizt alte Debatten an

Weg damit! Diese sechs Dinge sorgen in der Wohnung für miese Laune

Weg damit! Diese sechs Dinge sorgen in der Wohnung für miese Laune

Meistgelesene Artikel

Unbekannte legen immer wieder Äste und Metallteile auf Schienen

Unbekannte legen immer wieder Äste und Metallteile auf Schienen

Verden gedenkt der Toten erstmals auf dem Waldfriedhof

Verden gedenkt der Toten erstmals auf dem Waldfriedhof

Äste und Metallteile auf Schienen gelegt: Kirchlintelner gesteht

Äste und Metallteile auf Schienen gelegt: Kirchlintelner gesteht

Sumpfeiche in der Achimer Innenstadt wird verwöhnt

Sumpfeiche in der Achimer Innenstadt wird verwöhnt

Kommentare