„Klassische Philharmonie Nordwest“ brennt in ausverkaufter Lunser Kirche ein musikalisches Feuerwerk ab

Wein, Wein und Gesang: Prosit Neujahr

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Das Publikum in der voll besetzten Kirche sparte nicht mit Beifall.

Lunsen - In den goldenen Wiener Ballsaal fühlten sich die Besucher des Neujahrskonzertes in der Lunser Kirche am Sonntagabend versetzt.

Und das nicht nur, weil die „Klassische Philharmonie Nordwest“ hier einen bunten Melodien-Reigen von besinnlich bis heiter präsentierte. Auch die Stückauswahl orientierte sich stark an Wien, mit bekannten Strauß-Werken an der Spitze. Dass auch das Lunser Gotteshaus ein altehrwürdiges Gemäuer mit einer excellent Akustik ist, verstärkte den Wien-Vergleich zusätzlich. Soviel vorweg: Dem veranstaltenden Kulturverein, der sich mit dieser Veranstaltung stark am breiten Publikumsgeschmack orientiert hatte, war ein Volltreffer gelungen.

Das renommierte Orchester unter Leitung von Ulrich Semrau, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, konzertierte unter dem Motto „Mit Musik und Schwung ins neue Jahr“.

Im ersten Teil wurde der Hörgenuss mit der Ouvertüre aus Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ eröffnet. Es folgte die Peer Gynt Suite no.1 von Edvard Grieg. Bei der bekannten „Morgenstimmung“, „Ases Tod“, „Anitras Tanz“ und „In der Halle des Bergkönigs“ konnte das Orchester die dynamischen und feingliedrigen Spannungsbögen hervorragend umsetzen. Man konnte förmlich die Trolle, Gnome und Kobolde durch die Kirche hüpfen hören.

Ebenso plastisch wurde der „Danse Macabre““ op.40, der Totentanz von Camille Saint-Saëns umgesetzt. Hier ist die Leistung von Solo-Violinistin Reka Lelek besonders zu erwähnen.

Vor der Pause markierten dann der bekannte Walzer „Wein, Weib und Gesang“ von Johann Strauß und der Konzertmarsch „Hoch Heidecksburg“ von Rudolf Herzer die Überleitung zum zweiten Teil des Abends..

Nach einer Pause, in der Getränke im Gemeindehaus angeboten wurden, prasselte ein wahres musikalisches Feuerwerk auf die Zuhörer in der ausverkauften Lunser Kirche (über 400 Besucher) nieder. Polkas, Walzer und Märsche wechselten einander ab – vom „Florentiner Marsch“, dem Einzugsmarsch aus dem Zigeunerbaron, „Bahn frei“ bis zu „Es lebe Ungarn“. Bei „Im Krapfenwaldl“ op.366 von Johann Strauß (Sohn) beteiligte sich Dirigent Semrau an der Blockflöte als Kuckuck an dem musikalischen Vogelgezwitscher. Spätestens nach „An der schönen blauen Donau“ kamen die Gäste vollends in Schwung, beim „Radetzky-Marsch“ wurde dann auch das Publikum beim Klatschen „mitdirigiert“.

Erst nach Zugaben und einem lang anhaltenden Applaus entließ das begeisterte Publikum die etwa 40 Akteure, nahezu durchweg Profi- Musiker und -Musikerinnen.

Diesen gelungenen Konzertabend in Lunsen widmete Semrau übrigens seinem Kollegen und Freund Timothy Bond, der Ende letzten Jahres verstorbenen ist.

ey

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