180 Rieder Grundschüler zeigen sich begeistert von Projektwoche in Mitmachzirkus „El Dorado“

Vom Klassenzimmer in die Manege

Eine herrliche aktive Zirkuswoche erlebten diese vielen Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen. FOTOS: BEHR

Riede – Eine außergewöhnliche Projektwoche erlebten die rund 180 Schülerinnen und Schüler der „Ilse-Lichtenstein-Rother-Grundschule“ mit Rektorin Hendrikje Gienapp und ihrem Kollegium auf dem Sportplatzgelände der Bildungseinrichtung. Dort hatte der Familienzirkus „El Dorado“ von Christian Thiel (Zirkusdirektor) aus Lilienthal sein Domizil aufgeschlagen, und auf dem Schulgelände herrschte in der vergangenen Woche ein richtiger Zirkusbetrieb.

Die große Familie Thiel mit zwölf Artisten – ihr Motto: „Erfolg ist kein Zufall“ – brachte alles Notwendige dafür mit, vom Zelt über die Kostüme bis hin zu den Requisiten und diversen Tieren, wie etwa Lamas, Hunde, Ziegen zum Dressieren und Pferde zum Voltigieren. Und die Artisten agierten für die Schülerinnen und Schüler praktisch als Lehrer.

Aus den möglichen Darbietungsformen des Zirkus konnten die Kinder wählen. Im Angebot waren Trapez, Bodenakrobatik, Jonglieren, Bauchtanz, Cowboys, Clowns, Zauberer, Lasso und Hula Hoop sowie Dressur und Voltigieren. Schnell suchten die Kinder sich ihren persönlichen Zirkustraum heraus und übten sich in ihrer Lieblingsdisziplin. So erzählte der achtjährige Joost Frese freudig: „Ich mache den Clown.“

Am Montag wurden die einzelnen Trainingsprogramme vorgestellt und die Kinder konnten sich am Dienstag entscheiden, was sie erlernen möchten. Anschließend begann das Training. Am Mittwoch und Donnerstag lief dann immer nach den beiden normalen Unterrichtsstunden in der Schule das Trainingsprogramm, sprich: Es wurde „Zirkus gemacht“.

Ohne größere Zwischenfälle ging am Freitagvormittag die Generalprobe über die Bühne. Die Spannung bei den kleinen Zirkuslehrlingen stieg: Die Show sollte schon am Nachmittag starten. Aufgrund der großen Schülerzahlen wurden zwei Aufführungen angesetzt: die erste von 14 bis 16 Uhr und die zweite von 17 bis 19 Uhr.

Zur großen Gala waren alle Eltern, Freunde, Bekannte und Lehrerinnen eingeladen. Sie kamen aus dem Staunen nicht heraus und konnten kaum glauben, was die Kinder in nur wenigen Tagen alles gelernt hatten. Tosender Beifall im voll besetzten Zelt war der Lohn für die tolle Zirkusshow. Und wer weiß – vielleicht wurden auch einige Artistentalente entdeckt?

Vor zwei Jahren hatte Rektorin Hendrikje Gienapp, wie sie erklärte, den sehr begehrten Familienzirkus geordert. Und die Schulleiterin verrät weiter: „Ich habe ihn jetzt schon für 2023 bestellt.“ Dann wird es also wieder eine Projektwoche mit „El Dorado“ geben.  jb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Weltweit Kritik an Trumps Golanhöhen-Vorstoß

Weltweit Kritik an Trumps Golanhöhen-Vorstoß

Schwager der vermissten Rebecca frei

Schwager der vermissten Rebecca frei

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Brexit verschoben - aber weiter keine Lösung in Sicht

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Trommel-Ensemble „Kokubu“ in der Glocke

Meistgelesene Artikel

Sanierungen von Straße und Radweg: Vollsperrungen im Verlauf der L331

Sanierungen von Straße und Radweg: Vollsperrungen im Verlauf der L331

Stadt stellt Skizze zum Aus- oder Umbau der Ueser Kreuzung vor

Stadt stellt Skizze zum Aus- oder Umbau der Ueser Kreuzung vor

Hilflose Körper im Gras: Neue Drohnen helfen bei Kitzrettung

Hilflose Körper im Gras: Neue Drohnen helfen bei Kitzrettung

Veit Hoffmann: Lieber Buchhändler als Chemiker

Veit Hoffmann: Lieber Buchhändler als Chemiker

Kommentare