Kies- und Sandabbau in Werder: Unternehmer Uwe Krinke stellt dem Bauausschuss seine Pläne vor

Erweiterung um zwölf Hektar angestrebt

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Neben den Mitgliedern des Bauausschusses ließen sich auch einige Anwohner von Unternehmer Uwe Krinke (links) die künftigen Abbaupläne erläutern.

Thedinghausen - Das Kiesabbauunternehmen Krinke in Werder will seine Abbauflächen innendeichs erweitern. Seine Pläne legte Firmenchef Uwe Krinke im Rahmen einer reinen Informationsveranstaltung am Dienstagabend dem Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde vor – inklusive vorheriger Ortsbesichtigung.

Wie bereits mehrfach berichtet, ist das Vorkommen an Sand und Kies außendeichs erschöpft. Weitere Flächen stehen hier nicht zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurde die Abbaufläche daraufhin nach einem langwierigen Genehmigungsverfahren über den Deich hinaus in Richtung Werder um rund siebeneinhalb Hektar erweitert. Der Betrieb läuft. „Auf knapp der Hälfte des hier zur Verfügung stehenden Gebiets finden bereits Abbauarbeiten statt“, so Krinke.

Uwe Krinke teilte dem Ausschuss mit, dass er die Abbaufläche noch einmal um rund zwölf Hektar in Richtung Landesstraße und auch Richtung Werder erweitern wolle. Das hierfür benötigte Gelände gehöre ihm bereits. Lediglich eine Fläche, die ein Grundeigentümer nicht verkaufen wolle, sei nach derzeitigem Stand ausgenommen.

Uwe Krinke: „Die neue Fläche würde wohl für 20 Jahre reichen.“ Bevor es soweit kommt, muss der Unternehmer erst die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens beim Landkreis beantragen. Solch ein Verfahren dauert in der Regel rund zwei Jahre

Die Einflussmöglichkeiten der Gemeinde auf das Vorhaben halten sich in Grenzen, da in Sachen Abbau von „Bodenschätzen“ ausschließlich der Landkreis zuständig ist – wobei das Areal in Werder grundsätzlich als Bodenabbaugebiet in den Rohstoffsicherungskarten des Landes Niedersachsen ausgewiesen ist. Zudem ist beabsichtigt, es in das neue regionale Raumordnungsprogramm als Bodenabbaufläche aufzunehmen. Tendenziell wurde von den Teilnehmern der Sitzung daraus ausgegangen, dass es über kurz oder lang zu einer Erweiterung kommt – auch mit Blick auf das erste Abbaugebiet, gegen das sich die Gemeinde erfolglos gewehrt hatte.

Im Verlauf der Sitzung beschwerte sich Martina Hundt, Bürgerin aus Werder, über die derzeitigen Betriebszeiten. „Die sind meiner Meinung nach länger sind als angegeben.“ Moniert wurde seitens einiger anwesender Bürger zudem, dass eine abgrenzende Bepflanzung in Richtung Werder noch immer auf sich warten lasse. Dazu Dieter Mensen aus dem Bauausschuss: „Diese Dinge müssen wir noch einmal genau nachprüfen.“ Auch Gemeindedirektor Harald Hesse sagte eine Prüfung zu. „Wir brauchen jetzt eine genaue Akteneinsicht.“ Hesse: „Wir werden die Firma Krinke zu gegebener Zeit noch einmal vorladen, um sie darauf hinzuweisen, was noch gemacht werden muss. Auf jeden Fall sollten wir einen Konsens mit der Firma Krinke herstellen.“

Zum Hintergrund: Sand und Kies aus diesem Abbaugebiet sind besonders hochwertig. Die Förderung erfolgt aus bis zu 19 Metern Tiefe mit Hilfe eines Saugbaggers.

ha/sp

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