Verkehrssünder rigoros „umsetzen“ lassen

Thänhuser Markt: Kein Pardon für Falschparker

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Neuralgische Punkte: die Mühlenstraße (Bild unten links) und die Hägerstraße (Bild unten rechts).

Thedinghausen - Polizei und Gemeinde machen Ernst: Weil viele Besucher des Thänhuser Marktes in der Vergangenheit kreuz und quer parkten und dabei Rettungswege zustellten, fahren die Ordnungshüter und das Ordnungsamt in Absprache mit der Feuerwehr und der Gemeinschaft der Selbstständigen (GdS) als Veranstalterin schwere Geschütze auf.

Oder besser gesagt: einen dauerhaft auf dem Markt am zweiten Septemberwochenende stationierten Abschleppwagen. Und der wird auch tätig, sollte es notwendig sein. Von der Politik der weichen Linie verabschieden sich die Verantwortlichen. „Sammelverwarnungen haben ebenso wenig Resonanz gezeigt wie die Einzelverwarnungen im vergangenen Jahr“, sagt der Thedinghauser Polizeichef Bernd Junker. 

64 solcher Verwarnungen für das Parken im Parkverbot seien beim Thänhuser Markt 2018 ausgestellt worden. Es sei glücklicherweise nicht zu einem Ernstfall gekommen „Wir wollen aber nicht den Kopf hinhalten müssen, wenn die Rettungswagen nicht durchkommen“, so Junker. Er wünsche sich ein friedliches und fröhliches Fest. Die Ankündigung rigoros durchzugreifen, sei ein Gebot der Fairness, damit es nicht zu bösen Überraschungen komme.

Neuralgische Punkte: die Mühlenstraße (Bild unten links) und die Hägerstraße (Bild unten rechts).

Es gehe schließlich auch um den Schutz der anderen Besucher, die womöglich rasch Hilfe benötigten, ergänzt der derzeitige Streifendienstleiter Stefan Woltemath.

Haben Markt-Falschparker im Visier: (v.l.) Marktmeister Manfred Masanek, Abschlepper Thorsten Scharnhusen, Polizeichef Bernd Junker, Streifendienstleiter Stefan Woltemath, Vize-Ortsbrandmeister Kai Hübner, Polizist Martin Ebert, Joana Prelle vom Ordnungsamt, GdS-Vorsitzender Hans-Ludwig Durka und Polizistin Ann Hägermann.

Am Mittwochmorgen sind Feuerwehr und Polizei mit Ordnungsamtsmitarbeiterin Joana Prelle die neuralgischen Punkte der Falschparker abgefahren, zum Beispiel die Hägerstraße. „Wir kommen da mit den Fahrzeugen nicht durch, erst recht nicht bei Gegenverkehr“, sagt Kai Hübner, stellvertretender Ortsbrandmeister in Thedinghausen. Dort und an anderen Stellen wird beim Markt Thorsten Scharnhusen vom Verdener Abschleppdienst aktiv und setzt das falsch parkende Auto um, wie es im Fachjargon heißt. Vier Kilometer weiter südlich Am Heidekamp können sich die Sünder dann ihre Wagen wieder abholen – für 163 Euro inklusive Steuern plus 20 Euro Verwarngeld.

Alternativen zum Falschparken? Vor allem im Bereich des Erbhofs soll es mit Ausnahme des Schaustellerareals Parkplätze geben, sagen Marktmeister Manfred Masanek und GdS-Vorsitzender Hans-Ludwig Durka. Weitere Möglichkeiten gibt es beim Kindergarten, an der Gustav-England-Halle und vor der Gudewill-Schule. Die Parkflächen der Supermärkte stehen nicht zur Verfügung. Dort sind Zelte und Stände untergebracht. Es gebe genügend Parkraum, unterstreicht Junker – „wenn die Leute bereit sind, drei bis vier Schritte zu laufen“.

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