Mittelweserverband beseitigt Deichbau-Folgeschäden / 700 000 Euro Kosten

Kaputte Straßen werden erneuert

Auch der Nordfeldweg in Blender-Oiste wurde während der Deichbauphase von den schweren Baufahrzeugen ziemlich ramponiert. Nun soll er wiederhergestellt werden.
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Auch der Nordfeldweg in Blender-Oiste wurde während der Deichbauphase von den schweren Baufahrzeugen ziemlich ramponiert. Nun soll er wiederhergestellt werden.

Intschede/Oiste – Wie der Mittelweserverband mitteilt, haben Deichbaumaßnahmen zwischen Intschede und Oiste nach der Fertigstellung des dritten Bauabschnitts in Oiste mittlerweile ihren vorläufigen Abschluss gefunden.

Dabei seien aufgrund der umfangreichen Bodentransporte die Straße Osterfeldweg in Reer und der Nordfeldweg in Oiste stark in Anspruch genommen worden. Damit sie den künftigen technischen Ansprüchen als Deichzufahrtsstraße genügen, sollen bei beiden Wegen der Straßenbelag sowie der Unterbau umfangreich ausgebaut werden. Teilweise muss der Straßenunterbau auch komplett erneuert werden. Zudem werden sie leicht verbreitert. Nach erfolgter Ausschreibung wurde die Firma F. Winkler GmbH aus Bremen vom Mittelweserverband mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt.

Voraussichtlicher Beginn der Bauarbeiten ist der April dieses Jahres. Nach derzeitiger Planung ist mit einer vier- bis sechswöchigen Bauzeit je Straße zu rechnen. Die Ausbaustrecke des Nordfeldweges beträgt rund 500 Meter, der Osterfeldweg wird auf 1500 Metern Länge saniert.

Die fußläufige Erreichbarkeit der angrenzenden Grundstücke samt Wohnhäusern sowie der Äcker und Weiden wird ausnahmslos möglich sein – betont der Mittelweserverband. Die Zufahrt mit Pkw oder anderen Fahrzeugen wird bis auf einige Tage aufrechterhalten werden können.

Die Straßensanierungsmaßnahme ist insgesamt mit rund 700 000 Euro veranschlagt, wobei in diese Summe auch Zuschüsse vom Land und vom Bund einfließen. Dieser Betrag kommt noch zu den Gesamtkosten der Deichbaumaßnahmen im Bereich Blender in Höhe von bislang knapp acht Millionen Euro hinzu.

Erwähnte linksseitige Weserdeiche sind durch die die Gesamtmaßnahme der vergangenen Jahre so verstärkt worden, dass sie einem sogenannten Jahrhunderthochwasser standhalten können. Die hohe Bausumme resultiert aus der Vorgabe, dass die Wege im Deichverteidigungsfall (Hochwasser) auch von schweren Fahrzeugen und Maschinen im Rahmen eines Ringverkehrs problemlos benutzt werden können. Sie sind daher auf eine Belastbarkeit von 60 Tonnen ausgelegt. Wann ein solches Super-Hochwasser aufläuft, weiß keiner. Aber dass es irgendwann kommen wird, ist gewiss.

Den positiven Nebeneffekt der Straßenbaumaßnahme für die Blenderaner formuliert Peter Neumann, Geschäftsführer des Mittelweserverbandes: „Die Gemeinde hat Glück, weil wir ihre Wege auf unsere Kosten so ausbauen, dass diese Zuwegungen unter normalen Voraussetzungen die nächsten Jahrzehnte halten.“

Die Deichertüchtigungsmaßnahmen in diesem Weserabschnitt sind damit abgeschlossen. Lediglich die Bodenentnahmestelle außendeichs in Reer, aus der die Kleie für den Deichbau entnommen wurde, soll noch rekultiviert werden.

Bei eventuellen Rückfragen können sich die Anwohner und sonstige Betroffene an den Mittelweserverband in Syke wenden.  sp

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