Gebetene Gäste

Junger Gründer Julius Feldt aus Blender bringt Kennenlern-App „G2K“ auf den Markt

Julius Feldt in passendem Firmenoutfit
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Julius Feldt in passendem Firmenoutfit.

Blender – „Gaudeamus igitur – lasst uns also fröhlich sein“ heißt es in dem alten Studentenlied. Und wenn die Studierenden heute vielleicht nicht mehr gemeinsam „Gaudeamus igitur“ anstimmen – fröhlich zu sein und zu feiern steht dem akademischen Eifer der meisten in nichts nach.

Umso mehr hat der Universitäts- und Fachhochschulnachwuchs in den vergangenen Monaten gelitten, fiel doch die Dolce Vita des Stundenlebens komplett flach.

„Ich bin jetzt im fünften Semester an der Uni Bremen, nur im ersten hatte ich Präsenzveranstaltungen. Und viele kennen ihre Kommilitonen überhaupt nicht.“ Das sagt Julius Feldt aus Blender. Der 22-Jährige studiert Betriebswirtschaftslehre und will mit der Entwicklung einer App den Hunger der jungen Leute nach Kontakten und Geselligkeit stillen.

„Die Studentenzeit gilt doch als schönste Zeit im Leben. Es geht nicht ums Feiern und Trinken. Das ist keine Trink-App, aber es geht darum, dass sich die Leute kennenlernen können.“

Julius Feldt stellt seine App „G2K“ (das steht für get to know, zu deutsch: kennenlernen) seit Montag bei der Orientierungswoche in der Bremer Uni vor. Sie soll eine einfache und sichere Möglichkeit bieten, gezielt fremde Menschen einzuladen und dadurch neue Bekanntschaften zu knüpfen.

„Wenn zum Beispiel ein Gastgeber zu einer Party zehn Leute einlädt, aber noch zehn weitere kommen könnten, kann er das posten.“ Interessierte könnten dann schauen, wo es eine Gelegenheit zum Feiern gibt. Über die App könnten Gastgeber und potenzielle Gäste dann in Kontakt treten und schauen, ob die Chemie stimmt. Erst dann würde auch eine Einladung ausgesprochen.

Es geht Julius Feldt um ein höchstmögliches Maß an Sicherheit. Völlig aus dem Ruder gelaufene Partys, zu denen früher zum Beispiel bei Facebook eingeladen wurde und dann viele ungebetene Gäste kamen, sollen unbedingt vermieden werden.

Julius Feldt will mit seiner App einen geschützten Raum bieten. Und er ist überzeugt, dass er damit eine Nische besetzt, in eine Marktlücke stößt. Seine Umfrage unter 100 Studierenden hat ergeben, dass es bislang kein solches Angebot gibt. Dass er in diesen Tagen Abhilfe schaffen will, habe sich schon bis an die Uni Göttingen herumgesprochen.

Für die Nutzerinnen und Nutzer ist die App kostenlos, Umsätze will der junge Mann über Anzeigen machen, dazu ist er unter anderem schon mit Getränkekonzernen in Kontakt getreten, die zumindest Interesse bekundet hätten. Erst mal muss natürlich „Traffic“ her, also Leute, die über „G2K“ in Kontakt treten.

Der Blenderaner ist der Gründer und Chef des Start-ups, daneben hat er sich einen Marketingexperten und einen Projektleiter ins Boot geholt. Der wiederum hat einen App-Entwickler eingekauft. Juristischen Rat gibt es von Julius’ Vater, der Anwalt ist.

5 000 Euro hat der junge Mann in sein Projekt gesteckt. Selbst im Falle des Misserfolgs würde es gut angelegtes Geld sein, meint Julius. „Mein Kopf ist voller Ideen, ich kann gar nicht alles in die App reinpacken.“ Er könne nicht faul auf dem Sofa rumliegen. Soeben hat der erfolgreiche Tischtennisspieler ein Praktikum beim Tischtennis-Streetware-Label „Ping Pong People“ in Bargteheide abgeschlossen. Und in dieser Woche soll es mit der App so richtig losgehen.

Weitere Informationen

www.g2k-somebuddy.de

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