Sorglos-Paket mit Brandschutz

Jugendzentrum kooperiert mit Feuerwehr

Wenn’s brennt, dann hilft Wasser – nicht aber, wenn sich Fett entzündet hat. Das bekamen die Jugendlichen bei einer Praxis-Übung veranschaulicht.
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Wenn’s brennt, dann hilft Wasser – nicht aber, wenn sich Fett entzündet hat. Das bekamen die Jugendlichen bei einer Praxis-Übung veranschaulicht.

Thedinghausen – Es gibt 400 Brandtote, davon sind rund 40 Kinder und circa 10 000 Personen, die Brandverletzungen erleiden – pro Jahr. Das sind Zahlen aus Deutschland, die zeigen, dass Feuer viel zu viele Menschen zu Opfern werden lässt. Hauptgrund hierfür sind geringe Kenntnisse über den Brandschutz. Diese wollten die Jugendlichen aus dem Jugendzentrum (Juz) Thedinghausen bei der Freiwilligen Feuerwehr ein wenig auffrischen.

„Die Idee, mal zur Feuerwehr zu gehen, kam eigentlich aus den Reihen der Jugendlichen“, sagten Euke Jörgen Koos und Lena Krieger, die Pädagogen im Juz. „Es ist ja nur ein Katzensprung. So konnten wir schnell den Kontakt zur Feuerwehr für eine Informationsstunde in Sachen Brandschutzerziehung herstellen“, erzählte Krieger.

„Eigentlich sind wir mit dem Thema Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen unterwegs. Wir freuen uns aber auch, wenn wie in diesem Fall mal Jugendliche Interesse an dem Thema haben“, so Ortsbrandmeister Timo Cordes. Brandschutzerziehung und -aufklärung ist eine Aufgabe für alle. Eltern, Lehrer und Erzieher arbeiten mit Brandschutzerziehern der Feuerwehr zusammen. So erfuhr die Gruppe, dass Aufklärung das Leben von Kindern und Erwachsenen schützt. „Eigentlich klar, aber in Stresssituationen vergisst man Vieles von dem, was bei unseren Vorführungen eigentlich selbstverständlich ist“, so der Ortsbrandmeister.

Es wurden Verhaltensweisen zur Brandverhütung und dem Anruf bei der Feuerwehr erklärt. „Ja, ganz einfach, 112 wählen“, kam aus den Reihen der Jugendlichen. Aber dann? Was erzähle ich den Disponenten am anderen Ende? Cordes zeigte klare Richtlinien auf. Wo ist was passiert? Warten auf Rückfragen ist wichtig und kann Leben retten. Und dann: die Gefahrenstelle verlassen und sich bemerkbar machen.

Um die Gefährlichkeit eines einfach Fettbrandes in der Küche, wo die Bewohner eine Bratpfanne auf dem Herd vergessen haben, zu verdeutlichen, und was Wasser an der Stelle anrichten kann, wurde vor Ort simuliert. „Wenn Wasser auf das brennende Fett trifft, dann kann sich das Feuer um mehr als das Tausendfache ausdehnen“, erklärte Cordes und führte das Experiment vor dem Feuerwehrhaus durch.

Später ging der Abend für die Juz-Gruppe nahtlos in einen Grillabend mit „Abenteuer-Übernachtung“ im Juz über. „Das war für unsere Kids und Jugendlichen sozusagen ein Rundum-sorglos-Freizeit-Paket, inklusive Stockbrot, Marshmallows, Versteckspiel im Dunkeln“, sagte Euke Jörgen Koos.

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