Tante-Enso-Laden eröffnet

Blender feiert: Ortschaft hat wieder einen eigenen Supermarkt

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Beim Rund-um-die-Uhr-Einkaufen im neuen Mini-Supermarkt müssen die Kunden die Ware selbst scannen, wenn kein Mitarbeiter vor Ort ist. Viele begeisterte Blenderaner machten sich gleich am Eröffnungstag mit dem Kassensystem vertraut.

Blender – Einkäufe auf dem Heimweg nach oder frühmorgens noch vor der Arbeit in Morsum, Achim oder Verden erledigen – das muss nicht mehr sein für Blenderaner.

Seit Samstag hat Blender wieder einen eigenen Supermarkt. „Tante Enso“ heißt der kleine Markt, den der Bremer Online-Supermarkt myEnso im früheren Volksbank-Gebäude am Meierkamp eröffnet hat und der den modernen Online-Handel mit dem alten Tante-Emma-Ladenmodell verbindet.

Bürgermeister Andreas Meyer und die myEnso-Geschäftsführer Norbert Hegmann und Thorsten Bausch durchtrennten zur Einweihung vor zahlreichen Besuchern das symbolische rote Band vor dem Geschäftseingang. Viel Applaus begleitete die kleine Zeremonie.

Konzept wurde eigens auf Blender zugeschnitten

Wieder vor Ort einkaufen können – dafür hatten sich viele Bürger über Jahre eingesetzt und mit myEnso ein Konzept erarbeitet, das auf Blender zugeschnitten ist, aber durchaus übertragbar wäre. „Wir haben hier so etwas wie ein Pilotprojekt und hoffen, dass es Früchte trägt“, so Bausch optimistisch, „klappt es nicht, dann haben wir es eben versucht.“

Gemeinsam eröffneten die myEnso-Geschäftsführer Thorsten Bausch (links) und Norbert Hegmann (rechts) mit Bürgermeister Andreas Meyer am Samstag den Tante-Enso-Laden in Blender.

Auf rund 140 Quadratmetern gibt es mehr als 500 Artikel aus dem Lebensmittelbereich und des weiteren täglichen Bedarfs. Dazu kommen noch 25 000 Artikel, die myEnso online bereithält. Milchprodukte stehen in der Kühltheke parat. „Hier guck, der Streichkäse kostet genauso viel wie beim Edeka“, erkannte gleich Kundin Rosel Bohlmann, die viele Preise im Kopf hat. „Genau das wollen wir: Preise wie im Vollsortimenter“, nickte Geschäftsführer Hegmann.

Der Tante-Enso-Laden ist an fünf Tagen die Woche zwischen 10 und 12.30 Uhr mit einem Angestellten besetzt, dazu noch dienstags und freitags von 16 bis 18 Uhr. Vier Mini-Jobber bilden das Team. Mit einer Zugangskarte kann der Kunde aber sogar rund um die Uhr einkaufen: Die Tante-Enso-Karte kostet 9,60 Euro im Monat, die zurückgezahlt werden, wenn der Kunde innerhalb eines Jahres die 2000-Euro-Grenze mit seinen Einkäufen überschreitet. 

Mit der Karte öffnet man die Tür und kommt an seine online vorbestellten Waren sowie an das Basissortiment. Auch bezahlt wird mit der Karte – oder mit der EC-Karte. Zwei Kameras überwachen das Geschäft. Darüberhinaus „setzen wir auf Vertrauen, das sollte reichen“, so Hegmann.

Run auf Tante-Enso-Karten riesengroß

Die Zugangskarte für den Laden ist während der mit einem Mitarbeiter besetzten Öffnungszeiten erhältlich. Der Run auf die Tante-Enso-Karten war aber schon am Eröffnungstag riesengroß.

„Jetzt sind wir gefordert“, sagte Bürgermeister Andreas Meyer mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Ladens und nahm seine 3000 Bürger mit ins Boot, was das künftige Einkaufsverhalten der Blenderaner angeht. Denn eines ist klar: Die großen Ketten werden nicht mehr in die Dörfer zurückkehren. Über Jahre hat Meyer selbst vergeblich mit großen Discountern verhandelt und sich nur Absagen geholt. Mit dem Tante-Enso-Laden „haben wir jetzt eine echte Chance“, so der Bürgermeister.

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