Richtkranz über 750 000-Euro-Bürgerei-Anbau

Jetzt geht's sehr flott

Landrat Bohlmann und Thedinghausens Bürgermeister Ehlers (mit Mütze) freuten sich oben vorm Kranz über den guten Fortgang der Arbeiten. Ein Zimmerer hatte zuvor nach Richtfest-Sitte das getane Werk gepriesen und eine Kornflasche am Dachstuhl zerschmettert. - Fotos: Laue

Thedinghausen - Jetzt gehts flott: Nur rund fünf Wochen nach Grundsteinlegung weht der Richtkranz über dem Anbau des Kreisalten- und Pflegeheims „Haus in der Bürgerei“ in Thedinghausen.Wenn es weiter gut läuft, könnte das Gebäude mit fünf Einzelzimmern, einem Doppel-Appartment sowie der Verteilerküche für das aus Dörverden bezogene Essen im Frühjahr eröffnet werden. Elke Lindhof, Leiterin der Einrichtung, hofft das natürlich.

Verzögerungen gab es, als nach Abriss des alten Krankenhaus-Wirtschaftsgebäudes erst kontaminiertes Erdreich zu entsorgen war.

Seit Mitte der 90er Jahre bemühe der Landkreis sich um die Entwicklung seines Altenheims im einstigen Thedinghauser Krankenhausgebäude, betonte Landrat Peter Bohlmann in seiner kurzen Richtfest-Rede. Den Anbau für 750 000 Euro bezahlt der Kreis komplett.

55 Plätze gibt es derzeit in der „Bürgerei“. Die Konzeption des Neubaus trägt der wachsenden Nachfrage älterer Menschen nach Wohnen in Einzelzimmern Rechnung.

Elke Lindhof (rechts), Leiterin des „Hauses in der Bürgerei“, im Gespräch vor dem Anbau.

Bürgermeister Diethelm Ehlers erinnerte sich, dass er 1993 vor dem Kreistag gegen die Schließung des Krankenhauses protestiert habe, in dem auch seine drei Kinder geboren worden waren. Im Nachhinein sei die Entscheidung aber wohl richtig gewesen, und auch für zusätzliche Altenheimplätze hier gebe es sicher großen Bedarf.

Pastorin Cathrin Schley bat um Gottes Segen für das Haus, und Elke Lindhof dankte dem Verdener Architektenbüro Sturm sowie allen anderen am Bau Beteiligten ebenso wie Nachbarn und Bewohnern für deren Verständnis während der nicht immer leisen Bauphase.

Zum Abschuss der Feier hatten die Heimbewohner das Wort. Im Chor sangen sie das alte Volkslied „Wer will fleißige Handwerker sehn?“, dessen zweite Zeile in „der muss an die Baustelle gehn“ leicht abgeändert worden war. - la

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