Anneliese und Hermut Pabst feiern „Eiserne“

Vor 65 Jahren läuteten für sie die Glocken

Anneliese und Hermut Pabst führen ein sehr zufriedenes Leben mit weiterhin vielfältigen Aktivitäten. - Foto: Behr

Dibbersen - Wie der sprichwörtliche „bunte Hund“ sind beide im weiten Umkreis bekannt, vor allen Dingen im Schützenwesen: Anneliese und Hermut Pabst aus Dibbersen. Heute feiern sie eiserne Hochzeit, denn am 25. August 1953 läuteten in Thedinghausen die Glocken für dieses Paar.

Kein Geringerer als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte jetzt in einem persönlichen Schreiben von Herzen, verbunden mit besten Wünschen für den weiteren Lebensweg.

Die Pabsts bauten sich vor 16 Jahren ein schmuckes Holzhaus im Garten ihres ehemaligen Gasthauses „Zur Kastanie“ am Dibberser Bahnhof. Sie wohnen dort glücklich und zufrieden. Hört man die beiden von alten Zeiten erzählen, gibt es auch schon mal „einen Wink mit dem Zaunpfahl“.

Anneliese Garbade wurde 1932 in Groß-Mackenstedt geboren, besuchte in Heiligenrode die Schule und arbeitete unter anderem auf einem Lehrhof in Lehmkuhl. Dort wohnte eine Schwester von Grete Diers aus Riede, die mit ihrem Ehemann eine Bäckerei betrieb. In dieser war Anneliese später beschäftigt.

Hermut Pabst erblickte 1931 auf der Ketsche in Riede das Licht der Welt, besuchte zunächst die Dorfschule in Dibbersen und später die Mittelschule in Thedinghausen. Seine Eltern Anna und August hatten beim Gut Oenigstedt einen kleinen Hof gepachtet. Hier half er nebenbei auch in der Landwirtschaft. Zahlreiche Aktivitäten füllten damals sein Leben aus – ob im Reitverein Thedinghausen, im Turnverein Riede oder in der Freiwilligen Feuerwehr Dibbersen-Donnerstedt. Dieser gehört er seit 70 Jahren an und war außerdem noch leidenschaftlicher Theaterspieler.

Es folgte ein nächster „Wink“, denn Anneliese und Hermut lernten sich auf einer Geburtstagsfeier bei Osterlohs Helma kennen. Es funkte mächtig zwischen den beiden, und die Hochzeit besiegelte am 25. August ihre Liebe. Zwei Töchter gingen aus der Ehe hervor. Heute gehören auch noch drei Enkelkinder und eine Urenkelin zur Familie.

Etwa ein Jahr nach der Hochzeit kauften Pabsts die Gaststätte „Zur Kastanie“. Hermuts Mutter betrieb zunächst das Lokal mit Saalbetrieb, während Anneliese und ihr Schwiegervater sich um die Landwirtschaft kümmerten. Hermut hingegen war im Sägewerk Schlüter in Riede beschäftigt. 1990 ging er in den Ruhestand.

Abends ging Anneliese gern in die Kneipe, schenkte Schluck und Bier ein, verbunden mit viel Klönschnack. Seit einigen Jahren ist das Lokal geschlossen.

Der Schützenverein Di-Do-Ho bleibt weiter Trumpf im Leben der beiden. Neunmal war Anneliese Vereinskönigin, zweimal Bogenkönigin und einmal Weser-Eyter-Verbandskönigin. Hermut kann es genauso gut: Fünf Vereins-, zwei Verbands- und ein Bezirksschützenkönigstitel hat er errungen.

Außerdem war er 60 Jahre Sportleiter im Verein sowie im Kreis- und Bezirksverband aktiv. Heute noch trainiert er die Bogenschützen auf dem vor dem Hause liegenden Stand.

Aus Gaststättenzeiten blieb das Kartenspielen bei Anneliese hängen. Doppelkopf, natürlich um Geld: „Ich hatte den Frauen das Spielen beigebracht, und so spielen wir noch immer alle 14 Tage bei uns in der Stube. Auch bei den Männerrunden mische ich mit.“

Um fit zu bleiben, geht sie außerdem wöchentlich zur Wassergymnastik und Massage. Urlaubsreisen führen das Paar mal in die Schwäbische Alb oder in die Lüneburger Heide.

Übrigens: Morgens wird spätestens um 8 Uhr gefrühstückt und um halb Zwölf zu Mittag gegessen. Klare Regeln sind dem glücklichen „eisernen“ Paar wichtig. Anneliese und Hermut wollen nun im engsten Familienkreis den Ehrentag feiern. - jb

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