Kontaktaufnahme über Presse erhofft

Platz vor dem Jugendzentrum: Investorensuche ohne Hotel-Bedarfsanalyse

Das freie Areal neben der Eyter-Brücke und vor dem Thedinghauser Jugendzentrum. Bisher nur Zirkus-Platz, bald vielleicht ein Hotel-Standort?

Thedinghausen - Die Gemeinde Thedinghausen „träumt“ von einem eigenen Hotel. Dies umso mehr, als dass in den letzten Jahren die Touristenzahlen gefühlt ziemlich angezogen haben. Bislang mussten Hotel-Übernachtungswillige meist in die Nachbarorte ausweichen.

Für das „eigene“ Hotel ist bereits ein Platz ausgeguckt worden, das Areal neben der Eyter-Brücke direkt am Ortseingang vor dem Jugendzentrum, Kindergarten und den Tennisplätzen. Vorsichtshalber hat die Gemeinde zudem auch schon das direkt angrenzende Areal der mittlerweile abgerissenen alten Polizeiwache erworben. Das Gelände steht seit Jahren, seit dem Abriss des legendären „Topsi“-Etablisments, leer und wird allenfalls gelegentlich von einem Zirkus als Standquartier genutzt.

Ganz so einfach ist es aber nicht, mal eben ein Hotel hochzuziehen. Im Vorfeld gibt es diverse Fragen zu klären, beispielsweise nach dem genauen Bedarf, tatsächlicher Nachfrage und einer späteren Wirtschaftlichkeit sowie Größe, Optik und Kategorie (Hotels gibt es von einem bis zu fünf Sternen). Um die Fragen klären zu können, beabsichtigte die Verwaltung ein Gutachten anfertigen zu lassen, um mit dem entsprechenden Ergebnis Investoren anlocken zu können. Kontakte zu speziellen Fachbüros mit Blick auf eine Hotel-Bedarfsanalyse waren im Vorfeld bereits aufgenommen worden. Im Haushaltsplan war dieses Gutachten mit rund 16 000 Euro veranschlagt worden.

Dieser Plan stieß auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Gasthaus Döhling in Morsum jedoch auf Widerstand. Anke Fahrenholz (SPD): „Warum soll die Gemeinde ein solches Gutachten für einen fremden Investor bezahlen?“. In die gleiche Kerbe stieß Daniel Strassner (UBL): „Das ist nicht unsere Aufgabe.“ Dem stand die Minderheitsmeinung gegenüber: Tenor: „Wer kauft schon die Katze im Sack und auf blauen Dunst irgendein Grundstück. Chancen auf Realisierung bestehen nur, wenn ein potenzieller Investor im Vorfeld erkennt, dass sich ein Hotelbau auch rechnet.“

Der Gemeinderat machte sich schließlich mehrheitlich einen Vorschlag von Diethelm Ehlers (SPD) zu eigen. Der meinte: „Statt ein teures Forschungsinstitut zu beauftragen, sollte die Gemeinde besser versuchen, dieses Filetstück auf dem üblichen Weg zu vermarkten und anzupreisen – beispielsweise über Anzeigen in den Tageszeitungen und der Fachpresse im weiten Umkreis. Das würde nur einen Bruchteil des Gutachtens koten. Und wenn diese Vorgehensweise nichts bringt, kann man immer noch auf die andere Variante zurückgreifen.“

Und so soll es nun geschehen. 

 sp

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