Nach Überschuss in 2018

Haushaltsentwurf 2019 verabschiedet: Investitionen in die Zukunft

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Die Samtgemeinde investiert in die Zukunft, hier der Bauplatz für die Mensa in Blender.

Samtgemeinde/Intschede - Es kam, wie es schon seit Menschendenken Usus ist. Der Kämmerer, in diesem Fall Roland Dunker, verkündete im Rahmen der Haushaltsberatungen im Samtgemeinderat, dass das Vorjahr besser gelaufen sei, als gedacht.

Ob diese freudige Nachricht nun auf eine unglaubliche Glücksserie oder auf Dunkers Zahlengeschick zurückzuführen ist, blieb während der Sitzung am Donnerstagabend in der Intscheder Gemeinschaftssportanlage offen. Jedenfalls gab es 2018 statt einem prognostizierten Minus von 400 000 Euro ein Haben von 560 000 Euro. Von diesem Plus müssen zwar noch einige dicke Rechnungen (aus 2018) bezahlt werden, aber unterm Strich bleibt ein Überschuss in Höhe von geschätzten 300 000 Euro.

Bürgermeister Harald Hesse bekundete jedenfalls angesichts des Zahlenwerks. „Bei diesem Haushalt kann ich ruhig schlafen.“

Und das, obwohl massive Investitionen, Gesamthöhe 5,6 Millionen Euro, auf die Samtgemeinde zukommen. So sind unter anderem veranschlagt insgesamt 160 00 Euro Planungskosten für den Bau der Mensen in Morsum und Blender, Restbaukosten für den Schulanbau/Mensa in Riede in Höhe von 155 00 Euro, für den weiteren Rathausumbau 230 000 Euro, den Thedinghauser Grundschulanbau 900 000 Euro, ein neues Löschfahrzeug für die Feuerwehr Riede 156 000 Euro (zweite Rate), 187 000 Euro (Rest) für das neue Feuerwehrhaus in Emtinghausen, 258 000 für das neue Feuerwehrhaus in Beppen sowie für den Breitbandausbau zwei Millionen (bei einem wahrscheinlichen Rückfluss an Zuschüssen in Höhe von 1,6 Millionen Euro). 

Samtgemeinde hat noch Rücklagen

Hier sieht man den Bauplatz für die Mensa in Morsum. Die Maßnahmen werden zum Teil über Kredite finanziert.

Dazu kommen Personalkosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro. An Umlagen sind an den Landkreis 1,3 Millionen Euro und an die Mitgliedsgemeinden Blender, Thedinghausen, Emtinghausen und Riede insgesamt 1,5 Millionen Euro fällig.

Um die Investitionsausgaben wuppen zu können, ist eine Kreditaufnahme von 3,2 Millionen Euro nötig. Der aktuelle Schuldenstand beträgt damit 3,67 Millionen Euro. Die Samtgemeinde hat im Gegenzug noch 1,1 Millionen Euro auf der hohen Kante.

Insgesamt umfasst der Haushalt 2019 ein Volumen von 17,5 Millionen Euro. Gespeist wird er hauptsächlich durch Schlüsselzuweisungen des Landes (3,4 Millionen Euro), die Samtgemeindeumlage (4,9 Millionen Euro) und Gebühren (1,9 Millionen Euro.)

Viel Lob für Kämmerer

Der Haushaltsentwurf wurde mit viel Lob für Kämmerer Roland Dunker und sein Team einstimmig angenommen. Rolf Thies (SPD) hob bei seiner Bewertung hervor, dass es trotz der großen und nötigen Investitionen bei einer Umlage von 39 Prozent geblieben sei, die die Mitgliedsgemeinden an die Samtgemeinde überweisen müssen. Thies: „Das erhöht auch deren Spielraum.“ 

Thomas Metz (CDU) meinte: „Die Investitionen sind ein großer Schritt nach vorne, zumal den Ausgaben ja auch Werte gegenüber stehen.“ In die gleiche Kerbe schlug Dieter Mensen: „Die Ausgaben werden zu schultern sein“, und auch Gabriele Artelt-Marquardt (UBL) zeigte sich zufrieden, mahnte aber: „Wir müssen auch die Folgekosten im Auge behalten.“  

sp

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