Baustraße errichtet / Vollsperrung ab 31. August

Intscheder Wehr: Vorbereitungen in vollem Gange

Im dunkelblauen Container finden Büros und Aufenthaltsräume für die Arbeiter Platz. Die Räumung des Wohnhauses (hinten) steht in keinem Zusammenhang mit dem Brückenbau.
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Im dunkelblauen Container finden Büros und Aufenthaltsräume für die Arbeiter Platz. Die Räumung des Wohnhauses (hinten) steht in keinem Zusammenhang mit dem Brückenbau.

Intschede – Reger Betrieb herrscht derzeit an der Baustelle am Intscheder Wehr. Dabei geht es noch gar nicht um die eigentlichen Bauarbeiten des Neubaus der Wehrbrücke über die Weser (wir berichteten mehrfach), sondern nur um vorbereitende Maßnahmen.

Ins Auge fällt sofort die neu angelegte breite Baustraße flussabwärts direkt neben Brücke und Kraftwerk. Diese ist auch für sehr schwere Fahrzeuge ausgelegt. Im Zuge dieser Trasse wird auch eine Brücke über die Fischtreppe geschlagen, damit alle Fahrzeuge bis an das Flussufer gelangen können. Die Brücke auf der Seite des Statkraft-Kraftwerkes ist für Belastungen dieser Art nicht ausgelegt.

Außer von Land werden die Arbeiten auch von der Wasserseite über Schuten und andere entsprechende schwimmende Maschinen erfolgen. Auf Daverdener Seite wird hierfür noch ein Anleger gebaut.

Als Subunternehmer ist die Firma Harries-Lehmann aus Magelsen derzeit mit den Arbeiten beschäftigt. Zehn Mitarbeiter dieser Firma sind vor Ort. Den Auftrag für den Ersatzbau der Brücke sowie kleinere Arbeiten am Wehrpfeiler und damit die Federführung hat bekanntermaßen die Firma Ludwig Freytag aus Oldenburg erhalten. Die behördliche Gesamtleitung und Überwachung liegt in den Händen des Bundes-Wasserstraßen-Neubauamtes in Helmstedt. Natürlich ist auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Verden involviert. Insgesamt kostet die Baumaßnahme knapp 19 Millionen Euro.

Ein großes „Containerdorf“, das auf Intscheder Seite errichtet worden ist, wird künftig die komplette Bauleitung sowie die Mannschaftsaufenthaltsräume beherbergen. Zudem residiert in diesen Bürocontainern ein eigens beauftragtes Ingenieurbüro, das für die tägliche Bauüberwachung zuständig ist.

Während der Vorbereitungszeit wurde auch das angrenzende Wohnhaus, das im Besitz der Immobilienverwaltung des Bundes ist, geräumt – wobei diese Räumung in keinem direkten Zusammenhang mit der Brückenbaumaßnahme steht und auch nicht vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt betreut wird. Der Mieter ist ausgezogen. Das Gebäude soll entweder neu vermietet oder abgerissen werden.

Wie zu erfahren war, bleibt es beim avisierten Termin, dem 31. August, für die Vollsperrung des Wehres. Dann können auch Radfahrer oder Fußgänger nicht mehr „rübermachen“. Die Bootsschleppenanlage am Wehr soll aber, abgesehen von wenigen Ausnahmetagen, weiter in Betrieb sein.

Schon Anfang September werden dann auf dem Statkraft-Gelände die ersten Proberammungen für den Einbau von Spundbohlen erfolgen, damit eventuelle spätere Bau-Erschütterungen nicht den Betrieb des Kraftwerkes lahmlegen oder behindern.

Zum Hintergrund: Die alte, mehr als 60 Jahre alte einspurige Brücke über das Wehr ist marode. Ein zweispuriger Neubau ist nicht möglich, weil die Tragfähigkeit (Gründung) im Wasser hierfür nicht ausreicht. Bei einem planmäßigen Bauverlauf soll die neue Brücke im Juni 2022 fertiggestellt sein.

In Aussicht steht, dass in einigen Jahren in der Nähe des Wehres eine separate Brücke für Fahrräder/Fußgänger errichtet wird.  

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