Zum-Fleet-Anwohner verärgert

Das Internet lahmt mitten in Thedinghausen

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Die Straße Zum Fleet im Einmündungsbereich in der Nähe von Döhlings Gasthaus. Nicht viel weiter hinten etwa in Höhe des Kindergartens beginnen schon die Probleme mit dem „lahmen“ Internet.

Thedinghausen - Eigentlich sei Morsum gut versorgt in Sachen schnelles Internet, betont Frank Bielefeld, Wirtschaftsförderer in der Samtgemeindeverwaltung. Stellenweise aber sieht es offenbar ganz anders aus.

Manfred Rattinger, der im Hause Zum Fleet 17 wohnt, ärgert sich über minimale Internetgeschwindigkeit mitten im Ort.

Und dann müsse man noch auf der Rechnung lesen: „4,99 Euro für Fernschaltung, Wohnung in einem wenig ausgebauten DSL-Gebiet“, zitiert der 64-Jährige.

Leitungsnetz oder Anbieter - wer ist schuld?

Das sei beschämend an dieser langen Straße, die von Döhling’s Gasthaus bis zur Einmündung in die Härsenstraße nach Beppen reicht. Auch Neubaubereiche gibt es am Fleet.

„Was passiert eigentlich im Bezug auf schnelles Internet im Bereich Thedinghausen /Morsum, außer dass auf Anbieter verwiesen wird, die privat Leitungen verlegen?“ fasst Rattinger in seinem Brief zum Thema zusammen.

Mitten in diesem Ort sei eine solche Situation gerade lächerlich, und sogar an der Hauptstraße gebe es Bereiche, wo das Internet lahmt, berichtet er.

Während Wirtschaftsförderer Bielefeld rät, doch mal einen anderen Anbieter auszuprobieren, vermutet Rattinger den Grund für die Lücken eher im zu schwachen Leitungsnetz der Telekom, auf das nicht nur sein Anbieter 1 + 1, sondern auch die meisten anderen angewiesen seien. Da sei dann kaum etwas zu machen, wenn Querschnitte von Leitungen zu gering oder Verstärkungsstationen zu weit entfernt seien.

Für nachträgliche Aufrüstung des Anschlusses zahlen sei ungerecht

Er selber zähle sich eher zu den besser Verdienenden und empfinde es als umso ungerechter, wenn auch andere Menschen mit geringerem Verdienst zusätzlich bezahlen müssten, damit eine Firma ihren Internetanschluss nachträglich vernünftig aufrüstet. Dabei sei den Anwohner von politischer Seite ein gut funktionierendes Netz zumindest in den größeren, zusammenhängend bewohnten Ortschaften der Samtgemeinde zugesagt worden.

Als „weiße Flecken“ bei der Internetversorgung waren bisher vor allem der Beppener Bereich sowie weit abgelegene Gebiete in den kleinen Ortschaften und auch in Riede oder Felde stets genannt worden. Von Problemen mitten in Morsum war nie die Rede.

„Versteht man das? Und vor allem – was wird da getan?“ fragt Manfred Rattinger Politiker und Verwaltung.

la

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