Wegen mangelnder oder falscher Grünbepflanzung gibt es einen versüßten Tadel

Illmer V: Thedinghauser bekommen Brief vom Rathaus

Fast fertig: das Baugebiet Illmer V
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Fast fertig: das Baugebiet Illmer V.

Thedinghausen – Bei der Ausweisung neuer Baugebiete macht die Gemeinde den handelnden Akteuren gewisse Vorgaben. Sie betreffen in der Regel Geschosszahl, Fassaden- und Dachgestaltung sowie Regenwasserversickerung, aber auch die Gestaltung der nicht überbauten Grundstücksflächen.

Beim Baugebiet Illmer V in Thedinghausen gibt es daneben textliche Festsetzungen, was die Anlage der Grünflächen anbelangt, und zwar auch der privaten.

In der Diskussion über sogenannte Schottergärten klang an dieser Stelle schon an, dass einigen Kommunalpolitikern unangenehm aufgefallen war, dass es manche Häuslebauer nicht so genau mit der Umsetzung dieser Vorgaben nehmen.

Die Verwaltung hatte einige Grundstückseigentümer freundlich angeschrieben und auf den Ist- und den Sollzustand hingewiesen. Tenor: „Guckt mal in den B-Plan rein“, erläuterte Gemeindedirektor Harald Hesse in der jüngsten Ratssitzung. Denn einige hätten sich „in krasser Form nicht dran gehalten“. Wenn die Diskrepanz zu dem, was angepflanzt werden soll, und dem, was umgesetzt wurde, derart groß sei, „fühlt sich der Gemeinderat verschaukelt“, so Hesse. Der (zuständige) Landkreis habe nicht genügend Personal, auf die Einhaltung zu achten.

Doch wie haben die Angeschriebenen, die zudem auch einen Gutschein für einen heimischen Laub- oder Obstbaum bekommen haben, reagiert? Zufälligerweise war die Protokollantin der Ratssitzung, Perdita Fricke, auch mit der Kontaktaufnahme zu den Illmer-V-Bauherrinnen und -bauherrn betraut und konnte dem Gremium gegenüber aus dem Nähkästchen plaudern. In Anrufen hätten ihr die Bürger geschildert, dass sie das fertige Haus gekauft hätten und dann „irgendwas“ angepflanzt hätten. Andere hätten gewusst, dass sie nicht bebauungsplankonform gepflanzt hätten, wollten das aber nachholen. Fricke habe den Anrufern gesagt, dass sie die Leute gerne bei der richtigen Auswahl des Grüns im Sinne des B-Plans berate.

Ralph Landwehr (CDU) lobte den Dialog mit den Bürgern und gab zu bedenken, dass Bebauungspläne nicht so leicht zu lesen seien.

Christiane Siemer (Grüne Liste) wusste zu berichten, dass die Aktion schon Früchte trage: Erste Gutscheine seien bereits eingelöst worden.

Eine Anwohnerin im Publikum bestätigte das und sagte, dass sich die Leute über den Gutschein gefreut hätten.

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