50. Hubertusjagd ab Gut Schlieme

Ideales Wetter, 40 Hindernisse, nur ein Abwurf

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Die hungrige Niedersachsen-Meute spurtet entlang der ausgelegten Fährte vorweg. Ross und Reiter folgen über Stock und Stein auf der 18-Kilometer-Strecke durch die herbstliche Natur, zum Teil mit Ausblick auf die Weser.

Thedinghausen/Riede - Von Joachim Behr. Dr. Matthias Röpke war begeistert, als er rund 50 Reiterinnen und Reiter aus dem gesamten norddeutschen Raum und eine sehr große Anzahl von Zuschauern zur traditionellen Hubertusjagd begrüßte:

„Wir haben traumhaftes Jagdwetter und ideales Gelände!“ Dazu hatte der Jagdherr aus Thedinghausen und Vorsitzende des Bremer Reitclubs zum Stelldichein auf der großen Wiese der Familie Klatte von Gut Schlieme eingeladen. Anschließend führte der Ritt durch die Horstedter und Schliemer Wesermarsch, um hinter der Niedersachsen-Meute herzujagen. Röpke hatte zuvor in einem Gespräch mit Luise Klatte erfahren, dass dies die 50. Hubertusjagd auf Gut Schlieme war. Bis 2001 wurde die Veranstaltung noch mit dem Reitverein Thedinghausen veranstaltet.

Die Bläsergruppe „Rallye Trompes des Landes“ aus Gilten begleitete mit jagdlichen Signalen das Geschehen und gab um 12.30 Uhr das Startsignal. Die 22 Foxhounds wurden von Master Casimir von Schultzendorff vom Meutehof Dorfmark und den Pikören angeführt. Madeline Wätjen aus Wolfenbüttel, begleitet von Viktor Siemers aus Riede, hatte die Schleppe beziehungsweise Fährte gelegt.

Alle Reiterinnen und Reiter riefen sich „Gute Jagd“ zu. Dann stob die Hundemeute kläffend hinter der Fährte her. Die Reiter folgten mit ihren Pferden im Galopp. Während der Jagdherr mit seiner Stellvertreterin Katrin Badenhop-Klatte das springende Feld anführte, leitete Etta Avenriep das nichtspringende.

18 Kilometer Strecke in herrlichster Natur, zum Teil mit Blick auf die Weser, rund 40 Hindernisse – und auch die Zuschauer waren begeistert. Der DRK-Ortsverein Verden begleitete das Geschehen, brauchte aber nicht einzugreifen. Lediglich ein Abwurf war zu verzeichnen.

Gegen 15 Uhr „läutete“ die Bläsergruppe das Ende der Jagd ein und blies das Signal „zu den Brüchen“. „Halali, Halali“ riefen sich alle Beteiligten zu, und Dr. Röpke verteilte die Eichenbrüche. Mit lautem Gebell warteten die Foxhounds schon aufgeregt auf ihren Lohn, das Curee in Form großer Pansenstücke. Nachdem auch die Pferde versorgt waren, lockte zum Ausklang der Jagd eine Kaffee- und Kuchentafel in „Utes Bauerndiele“an der Rathswiehe 1 in Riede.

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