Gemeinsames Kochen ein Baustein

Judith Lübke koordiniert „Begegnungsarbeit“

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Judith Lübke (links), für die „Begegnungsarbeit“ im Haus auf der Wurth zuständig, wird derzeit an den offenen Nachmittagen auch von der 17-jährigen Austauschschülerin Federica aus dem italienischen Trient mit unterstützt.

Thedinghausen - Am Freitag werden ab 16 Uhr afghanische Gerichte im Haus auf der Wurth in Thedinghausen zubereitet und verspeist. Was da zu erwarten ist? „Na, vermutlich etwas mit Reis und Rindfleisch. Es wird auf jeden Fall halal sein“, lacht Judith Lübke.

Die 28-Jährige, geboren in Berlin und in Dörverden lebend, ist ausgebildete Diplompsychologin und seit August als Koordinatorin der „Begegnungsarbeit“ im Haus Auf der Wurth aktiv.

Ihre zunächst auf zwei Jahre befristete „halbe“ Stelle wird zu je einem Viertel von der Gemeinde und der Samtgemeinde Thedinghausen finanziert. Die restlichen 50 Prozent sind durch Kirchenmittel und Spenden abgedeckt.

Ihre Aufgaben reichen über die reine Flüchtlingsarbeit zusammen mit der Initiative „Ankommen in Thedinghausen“ hinaus. „Begegnungsangebote“ zu schaffen, um die einheimische Bevölkerung und Geflüchtete einander näher zu bringen, lautet das Oberziel.

Offene Nachmittage der Flüchtlingsinitiative

Ehrenamtlich organisierte Offene Nachmittage gab und gibt es zu diesem Zweck im Haus auf der Wurth, und weitere Veranstaltungen oder Projekte sind geplant. Sprachcafé und die Hausaufgabenhilfe sind eingerichtet, und Ansprechpartner für verschiedene Bereiche des Alltagslebens stehen bereit. Insgesamt arbeiten etwa 30 Aktive in der Thedinghauser Flüchtlingsinitiative mit, schätzt Judith Lübke.

Zum „interkulturellen Essen“ treffen sich alle Interessierten an jedem zweiten und vierten Freitag im Monat. Vor dem Zubereiten gehört auch gemeinsames Einkaufen mit zum Programm.

Jeweils etwa ab 18.30 Uhr lassen es sich Einheimische und Flüchtlinge dann schmecken und lernen bei diesen Zusammenkünften auch eine Menge über die verschiedenen Kulturen, Gewohnheiten und Gebräuche dazu.

Mitkochen und kostenlos essen

Wer mitkocht, isst kostenlos. Wer nur zum Essen kommt, zahlt eine Spende. Das Wurth-Haus steht allen offen, die etwa auf Gerichte aus anderen Ländern und deren Zubereitung neugierig sind.

Um in Thedinghausen „Angekommene“ auch aus Wohnungen in entfernteren Orten und abgelegenen Bereichen der Samtgemeinde ins Begegnungszentrum zu bringen und zurückzufahren oder auch kleine Ausflüge zu unternehmen, steht jetzt wie berichtet der Initiative ein Kleinbus mit neun Sitzplätzen zur Verfügung. Judith Lübke wird ebenfalls damit unterwegs sein.

Die zuvor in einem Ökozentrum Beschäftigte war sofort interessiert, als sie von der Stelle im Haus auf der Wurth erfahren hatte. Sie glaubt, dass ihr in der Begegnungsarbeit auch die berufliche Ausbildung als Psychologin sehr nützlich sein könnte.

la

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