Samtgemeinderat verabschiedet 17-Millionen-Zahlenwerk

Haushalt 2018: Zufriedene Gesichter trotz Schulden

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Lob für gute Arbeit erhielt Kämmerer Roland Dunker.

Samtgemeinde - Um den Haushalt 2018 ausgleichen zu können, muss die Samtgemeinde Thedinghausen weitere Schulden machen – und zwar in Höhe von 3,3 Millionen Euro.

Das gab Kämmerer Roland Dunker auf der Ratssitzung am Dienstagabend im Gasthaus Schierloh in Felde bekannt. Der Schuldenstand der Samtgemeinde betrug Ende 2017 rund 84.5 00 Euro. Zudem gibt es 2018 noch eine Deckungslücke in Höhe von 800. 000 Euro, die allerdings aus den Rücklagen (Stand zum 31. Dezember: 2 Millionen Euro) ausgeglichen werden kann.

Trotzdem gab es im Verlauf der Sitzung nur zufriedene Gesichter im Gemeinderat und Lob für Roland Dunker und sein Team für die ausgezeichnete Arbeit. Denn den Ausgaben stehen natürlich Gegenleistungen und die Schaffung neuer Werte gegenüber.

650.000 Euro für Grundschulneubau in Thedinghausen

So sind 1,4 Millionen Euro für den Breitbandausbau veranschlagt. Auch der Umbau des Rathaus-Ensembles schlägt ordentlich zu Buche – 758. 000 Euro für das Kopplungsbauwerk, 193 .000 Euro für die Packhauserweiterung, 137. 000 Euro für das neue Empfangsgebäude sowie 231. 000 Euro für neue Fenster. Dazu kommen als größere Posten der Grundschulneubau  in Thedinghausen mit 650 .000 Euro, die Druckrohrleitung von Eißel nach Emtinghausen mit 500 .000 Euro, die bereits fertiggestellte Krippe in Thedinghausen mit 484 .000 Euro (Zuschuss), die Lebenshilfe-Krippe in der Thedinghauser Schulstraße mit 260. 000 Euro, das neue Feuerwehrhaus in Emtinghausen/Bahlum (1. Bauabschnitt) mit 400. 000 Euro, Feuerwehrfahrzeuge (Thedinghausen und Riede) mit 456. 000 Euro und der Abwasserkanal in Holtum-Marsch mit 195. 000 Euro.

An Personalkosten müssen 4,1 Euro überwiesen werden. An Umlagen sind den Landkreis 1,7 Millionen Euro und an die einzelnen Mitgliedsgemeinden (Blender, Thedinghausen, Emtinghausen, Riede) insgesamt 930. 000 Euro fällig.

Haushaltsvolumen von rund 17,1 Millionen Euro

Insgesamt umfasst der Haushalt 2018 ein Volumen von rund 17,1 Millionen Euro. Dabei wird die Einnahmeseite hauptsächlich durch Schlüsselzuweisungen des Landes und die Samtgemeindeumlage gespeist. Zusätzlich begünstigt wird der aktuelle Etat durch ein Plus von rund 240. 000 Euro, das 2017 erwirtschaftet werden konnte.

Bürgermeister Harald Hesse wies bei der Erörterung des Haushaltsentwurfes darauf hin, dass die vom Land versprochene Befreiung von den Kindergartengebühren große Unwägbarkeiten mit sich bringen würde, da die Gefahr bestehe, dass ein zu großer Teil der Kosten bei den Kommunen hängen bleibe.

„Kostenentwicklung im Auge behalten“

Rolf Thies (SPD) lobte das Gesamtpaket: „Eine runde Sache, trotz des Defizits. Andere Kommunen wären froh, wenn sie unsere Zahlen hätten.“ Thomas Metz (CDU) ergänzte: „Unsere Projekte und Investitionen sind wichtig und sinnvoll.“ Christiane Siemer (Grüne) zeigte sich ebenfalls zufrieden, meinte aber: „Wir freuen uns, dass neue Krippenplätze geschaffen werden, aber das wird noch nicht ganz reichen.“ Rainer Klukowski (UBL), der einzige der sich bei der Verabschiedung des ansonsten einstimmig verabschiedeten Haushalts enthielt, meinte: „Wir müssen unbedingt die Kostenentwicklung im Auge behalten.“

sp

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