Gudewill-Photovoltaikanlage gestern eingeweiht / Vorreiter / Weitere Dächer frei

Schule spart durch Eigenstrom

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Martin Hillen, Geschäftsführer der Langwedeler Firma „Schmidtlein Haus- und Solartechnik“ (helles Hemd) und Architekt Hartmut Grimm-Georgi aus der Samtgemeindeverwaltung stecken hier symbolisch ein Kabel zur Solarstromversorgung der Gudewill-Schule zusammen. Umringt sind die beiden von Solartechnik-Experten, Bürgermeister, Hausmeister, Vertretern aus Politik, Verwaltung, Schule sowie vom Energieversorger swb-Vertrieb. Über allen prangen die Module auf dem Schuldach.

Thedinghausen - Dies sei eine ziemlich neuartige Entwicklung: Rund 80 Prozent des Stroms aus der neuen Photovoltaikanlage mit ihren 120 Solar-Modulen auf dem Dach der Thedinghauser Gudewill-Schule wird gleich im Hause genutzt und nicht etwa ins Netz eingespeist.

Pro Kilowattstunde Eigenstrom ließen sich auf längere Sicht bei einem Strompreis um die 30 Cent 20 Cent einsparen, erläuterte gestern Geschäftsführer Martin Hillen von „Schmidtlein Haus- und Solartechnik“ in Langwedel-Etelsen.

Seine Firma hat die moderne Anlage in Thedinghausen gebaut. Diese soll rund 30 000 Kilowattstunden pro Jahr liefern, und damit wäre auch das Einsparpotential ziemlich beachtlich. Insgesamt verbraucht die Schule rund 120 000 Kilowattstunden jährlich.

Gestern wurde die Anlage offiziell eingeweiht. Sie ist aber schon seit dem 14. August in Betrieb. In vier Wochen produzierte sie bisher 3620 Kilowattstunden – ein Wert deutlich über dem Soll, wie Volker von Hollen, Hausmeister an dieser Schule, erläuterte. Täglich seien es meistens über 100 Kilowattstunden.

Rund 50 000 Euro waren in den Bau der Anlage zu ininvestieren, die jetzt während der Sommerferien installiert wurde. Sie könne durchaus eine Art Vorreiterrolle spielen, und es seien ja noch viele andere Dächer öffentlicher Gebäude nicht nur in der Samtgemeinde Thedinghusen frei, deutete Bürgermeister Harald Hesse unter Zustimmung von Martin Hillen an.

Hesse erinnerte auch daran, dass die Idee zum Bau der Anlage aus einer Arbeitsgruppe zur Gemeindeentwicklung stamme. Ziemlich schnell sei dann die Umsetzung nach der Ausschreibung gelungen, und es gab zudem finanzielle Unterstützung vom Bremer Netzbetreiber swb-Vertrieb.

Solartechnik-Geschäftsführer Hillen betonte, dass das Prinzip verstärkter Eigenstromnutzung derzeit „kolossal an Fahrt aufnimmt“. Es eigne sich beispielsweise auch für Tischlerei- oder Bäckereibetriebe und ebenso für Supermarktketten. Bedeutsamere Strommengen ins Netz eingespeist werden von der Gudewill-Anlage fast nur noch an Wochenenden und eben in den Ferien.

la

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