Spendenlauf für Afrika

220 Grundschüler laufen bei „Run for Help“

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Die Achimerin Inge Steinberg freut sich sichtlich über die stolze Summe von 2844 Euro, die ihr hier die Schülervertreter der Thedinghauser Nils-Holgersson-Grundschule für das Projekt „Hand in Hand für Ukunda“ überreichen (ganz rechts Rektorin Sandra Rohde).

Thedinghausen - Rektorin Sandra Rohde war mächtig stolz auf ihre 220 Schülerinnen und Schüler und zeigte den obligatorischen Scheck mit der Summe von 2844 Euro.

Dieses Geld haben die Schüler der Nils-Holgersson-Grundschule im Rahmen des „Run for Help“ zusammengelaufen. Sandra Rohde erläutert: „Die Kinder haben sich im Vorfeld Sponsoren gesucht wie Mama, Papa, Oma, Opa oder andere Familienangehörige. Auch ein paar örtliche Firmen waren dabei.“

Jedes Jahr absolvieren die Grundschüler ihr Leichtathletiklaufabzeichen. Alle vier Jahre wird daraus ein Spendenlauf. Pro Minute Laufen wurde im Vorfeld ein Betrag mit den „Paten“ ausgemacht. „Einige Kinder sind 60 Minuten gelaufen. Wahnsinn, oder?“, war die Schulleiterin immer noch baff.

Schülerrat und Schulsprecher haben dann besprochen, das Geld für eine gemeinnützige Institution zu spenden, die sich für Kinder in Afrika einsetzt. Besonders wichtig war es ihnen, dass das Geld auch eins zu eins dort ankommt. Dabei sind sie auf das Projekt „Hand in Hand für Ukunda“ gekommen. Ein Verein, in dem sich Inge Steinberg engagiert.

Urlaub in Kenia 2002

Die Achimerin ist während eines Afrikaurlaubs – wie einst Schauspieler Karl-Heinz Böhm – vom Helfervirus infiziert worden. Sie gründete nach etlichen Besuchen in Kenia den Verein „Hand in Hand für Ukunda“. Mit Begeisterung erzählte die heutige Rentnerin von ihrem ersten Urlaub mit Tochter 2002 in Kenia.

Die Kinder der Nils-Holgersson Schule hatten sich alle im Schulforum versammelt, schauten Fotos von dem dortigen Leben und sahen, was dort seit 2003 schon alles an Projekten realisiert worden ist. Zuerst waren es Kleider für die ärmsten der armen Kinder. Dann wurden Nahrungsmittel und Medikamente für diejenigen gekauft, die es sich nicht leisten konnten. 

Viele Eltern in Kenia können das das Schulgeld oder die Uniform nicht zahlen. Auch hier musste Abhilfe geschaffen werden. Es wurde eine Schule gebaut mit sechs Klassenräumen. Vor einigen Jahren wurden drei Brunnen errichtet, 70 Schuluniformen beschafft und vieles mehr.

„Korruption prägt das Land“

Die engagierte Achimer Helferin: „Mich ärgert es, dass die Regierung für die arme Bevölkerung in den abgelegenen Regionen nichts tut. Korruption und Vetternwirtschaft prägen das Land. Das Geld bleibt in Nairobi und wird dort unter Verwandten und Stammesangehörigen aufgeteilt, während die Menschen an der südlichen Küste ihrem Schicksal überlassen werden.“

Und vor diesem Hintergrund fährt sie oft dreimal im Jahr nach Kenia und achtet darauf, dass das Geld an Ort und Stelle eingesetzt wird und natürlich packt sie auch fleißig mit an. Ihre nächste Fahrt wird erst im Oktober sein. Dann möchte sie, auch mit dem Geld aus Thedinghausen, Räume für einen Kindergarten bauen.

„Wenn ich heute in Achim aufstehe, dann denke ich schon an Afrika.“ Diesen Gedanken versuchte sie, den Thedinghauser Abc-Schützen zu vermitteln und versprach, Fotos zu schicken und von ihrer Arbeit zu berichten.

Zudem werden von einem Teil des Geldes noch für zwei Kinder Patenschaften übernommen. „Das war auch noch ein Wunsch unserer Kinder“, sagte Sandra Rohde. - ha

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