An der Weser bei Eißel ertappt

Grünabfälle im Schutzgebiet entsorgt: Kein Kavaliersdelikt

+
Unweit der Weser in Eißel wild entsorgter Gartenabfall. Manche der deponierten Strauch- und Baumschnitte gefährden die ortsypische Pflanzen- und auch Tierwelt.

Eißel - Manche finden es gar nicht schlimm, Grünabfälle aus dem Garten irgendwo in Feld oder Flur zu entsorgen. Alles vergehe doch nach und nach ohne Rückstände, meinen die Betreffenden. Doch es ist strafbar, wie gerade am Donnerstag ein Gartengrün-Entsorger an der Weser bei Eißel erfahren musste.

Mit seinem Mercedes-Kombi war der Mann gegen Mittag ins dortige Landschaftsschutzgebiet gefahren. Er hatte Strauchschnitt sowie andere Reste nach offenbar umfassender Gartenpflege ausgeladen und im Buschwerk versteckt.

Das geschah nicht unbeobachtet. Der frühere Forstwirt und jetzige Naturerkunder Josef Teupe meldete den Vorfall der Polizei. Als eine Streife aus Thedinghausen eintraf, gab der ertappte Umweltsünder alles sofort zu.

Sein Tun wird laut Polizei als illegale Abfallentsorgung bewertet. als Ordnungswidrigkeit eingestuft und mit einer Geldbuße geahndet.

Die Obergrenze für Umweltstraftaten dieser Art liege bei 25.000 Euro, weiß Teupe. Weil im biologischen Müll aus Gärten oft Schnitt von exotischen Gewächsen wie chinesischen Zierpflanzen, Lebensbäumen, Sequoias, Koniferen und anderen Arten enthalten sei, drohe durch Deponieren in der Natur eine Verfälschung der ortstypischen Pflanzenwelt, zu der beispielsweise Weiden, Birken und Eschen zählen.

„Das sieht irgendwann aus wie im botanischen Garten“, so Teupe. Ganz zu schweigen von mit dem Müll verbreiteten Bakterien, Käfern und anderen Tierchen. Zudem gebe es Gartenunkräuter, die in freier Flur schnell alle anderen Pflanzen überwuchern und ihnen das Licht zum Leben nehmen. Und Wacholder beispielsweise sei giftig für etliche Tierarten.

Es gebe doch genügend Annahmestellen für Gartenabfälle, die problemlos genutzt werden könnten, betont der kundige Forstwirt.

la

Mehr zum Thema:

Debatte über Brexit-Gesetz im britischen Oberhaus

Debatte über Brexit-Gesetz im britischen Oberhaus

eCommerce verändert den Designmarkt für Möbel

eCommerce verändert den Designmarkt für Möbel

Wie werde ich Florist/in?

Wie werde ich Florist/in?

Tag des Ehrenamtes in Kirchlinteln

Tag des Ehrenamtes in Kirchlinteln

Meistgelesene Artikel

Fleischrindertage: Mister Verden ist Schwergewicht

Fleischrindertage: Mister Verden ist Schwergewicht

Prügelei unter Jugendlichen ruft Polizei auf den Plan

Prügelei unter Jugendlichen ruft Polizei auf den Plan

Zufriedene Veranstalter und Züchtern bei „Verdener Spätlese“ 

Zufriedene Veranstalter und Züchtern bei „Verdener Spätlese“ 

Nach 60 Jahren in neuen Räumen – ohne Zelle

Nach 60 Jahren in neuen Räumen – ohne Zelle

Kommentare