Und zur Belohnung gibt es Crêpes

Großer Impftag in Riede mit 600 Dosen Vakzin

Die Schlange beim Impfen in Riede reicht bis in den Ortskern.
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Die Schlange beim Impfen in Riede reicht bis in den Ortskern.

Riede – In Riede fand am Samstag ein sogenanntes Wochenendimpfen statt. Das Team der dortigen Landarztpraxis an der Bremer Straße hatte als sogenannte Stützpunktpraxis fürs Impfen 600 Dosen für die erste oder zweite Spritze beziehungsweise für das Boostern bekommen. Impfwillige aus der Samtgemeinde Thedinghausen konnten teilnehmen.

Drei Ärzte waren im Dauereinsatz. Absolut gut vorbereitet machte sich die Landarztpraxis um Punkt 10 Uhr ans Werk. Da hatten die ersten Patienten schon mehr als zwei Stunden Wartezeit hinter sich. Eingepackt in dicke Jacken und mit Stühlen bestückt, warteten sie vor der Praxis auf den Startschuss. Die Schlange reichte zu Beginn des Impftages bis fast in die Ortsmitte hinein.

Doch die Praxis war gut vorbereitet, und so reduzierte sich die Wartezeit auf sehr moderate 30 bis 45 Minuten.

Dr. Martin Göstemeyer und Dr. Cirstin Blumenau hatten genau so gute Laune wie das Team drum herum. Freundlich begrüßte wurden die Impfwilligen am Praxiseingang. Nach dem ersten Überprüfen der Unterlagen folgte der Gang zur Anmeldung. Nach kurzer Wartezeit ging es ab ins Behandlungszimmer. Arm frei. Piks abholen und zehn Minuten im Praxisgarten warten – und schon gab es das Impfzertifikat mit QR-Code und dem ausgefüllten Impfausweis zurück.

Warten auf das Zertifikat nach der Impfung: Anita Deiterding, Hans-Herbert Meyer und Hermann Rippe sind voll des Lobes über die Aktion.

Martin Göstemeyer hat in den vergangenen Wochen rund 4 000 Booster-Impfungen in der Rieder Landarztpraxis gezählt. Neben dem üblichen Praxisbetrieb versteht sich. Für den Piks braucht man aber einen Termin und der Impfstoff muss zur Verfügung stehen.

Das Impfangebot am Wochenende bedurfte einer akribischen Vorbereitung. Es fing mit Abstandsstrichen auf dem Bürgersteig an und endete mit dem Aufenthaltszelt, zur Verfügung gestellt von der freiwilligen Feuerwehr Felde. Darin konnten sich die frisch Geimpften sammeln. „Es hätte ja auch mal schlechteres Wetter sein können“, war Cirstin Blumenau froh, dass sogar die Sonne durch die Wolken blinzelte.

Nach dem Piks und einer süßen Belohnung können sich Geimpfte für NDR-Aktion „Hand in Hand“ erkenntlich zeigen.

Und dann war da noch die kostenlose Belohnung: An einem Crêpesstand auf dem Hof gab es die Süßigkeit mit Nutella oder selbst gemachtem Apfelmus umsonst. „Wir freuen uns über eine Spende, die wir der Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ des NDR zukommen lassen wollen“, sagte Cirstin Blumenau. Im Sparschwein am Ende der Impfstrecke klingelte es so manches Mal.

„Je mehr Leute geimpft sind, desto geringer ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit“, sagte Mediziner Göstemeyer und freute sich, dass sich auch eine ganze Reihe Ungeimpfter ihren ersten Piks abholte.

Die Belastung für das Personal sei schon enorm, aber der gute Teamgeist und die gute Stimmung übertrug sich auch auf die Impfwilligen aus fast allen Altersschichten. Hans-Herbert Meyer aus Ahsen-Oetzen war kurzfristig mit seinem Nachbarn Hermann Rippe nach Riede gedüst, nachdem ihm der Tipp eines Feuerwehrkameraden erreicht hatte, dass Impfen ohne Termine kurzfristig angeboten werde. Und Anita Deiterding lobte den reibungslosen Ablauf. „Prima gemacht“, gab es von ihr ein dickes Lob und Dankeschön. „Wären doch alle so kooperativ, dann wären wir vielleicht nicht in dieser misslichen Lage“, sagte die Morsumerin.

„Wir lassen jeden Patienten rein, der kommt. Schon aus ethischen Gründen. Alles andere wäre ja furchtbar“, betonte Martin Göstemeyer. Und die Menschen in der Schlange waren dankbar. Nichts Negatives war zu hören. Keine Kritik, nur Glücksempfinden jetzt geschützt und wieder ein kleines bisschen näher am normalen Leben zu sein. So drückte sich auch Gemeindebrandmeister Martin Köster aus, der natürlich auch die schnelle Einsatzbereitschaft seiner freiwilligen Feuerwehrleute im Hinterkopf hatte.

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