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Große Sandkiste im Baumpark statt Beachvolleyballfeld

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Angrenzend an die Boulebahn will die Gemeinde im Baumpark eine Multifunktions-Sandkiste aufschütten, die viele Möglichkeiten, auch das Beachvolleyballspielen, bietet.
Angrenzend an die Boulebahn will die Gemeinde im Baumpark eine Multifunktions-Sandkiste aufschütten, die viele Möglichkeiten, auch das Beachvolleyballspielen, bietet. © SP

Thedinghausen – Mit dem Antrag des Jugendzentrums Thedinghausen auf Errichtung eines Beachvolleyballfeldes im Ort beschäftigte sich der Thedinghauser Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend in der Gudewill-Schulmensa.

Soviel vorweg: Um ein Beachvolleyballfeld ging es gar nicht mehr. Stattdessen, so ein Vorschlag von Dirk Jacobs und seinen grünen Parteifreunden, solle eine große Multifunktions-Sandkiste gebaut werden. Nach unten abgesichert mit einem Vlies soll diese Sandfläche auch die Möglichkeit bieten, ein mobiles Volleyballnetz aufzustellen – eventuell mit vormontierten Hülsen für die Pfosten. Durch diese Vorgehensweise soll vermieden werden, dass der Landkreis dem bei den Ratsmitgliedern unumstrittenen Vorhaben durch bürokratische Hürden, wie eine spezielle Baugenehmigung, noch einen Strich durch die Rechnung macht und unnötige Verzögerungen entstehen. Außerdem biete, so verlautete es im Rat, ein derartiges Multifunktionsfeld ein weitaus größeres Betätigungsspektrum, als wenn man es nur dem Beachvolleyball widmen würde.

Nachdem der ursprünglich favorisierte Platz, in der Nähe des Jugendzentrums bei der ehemaligen Polizeistation, wegen eines anderen Bauvorhabens nicht zur Verfügung steht, fand auch der UBL-Vorschlag (Dr. Daniel Strassner) keine Mehrheit, die Rasenfläche auf dem Gudewill-Pausenhof zu errichten. Hier spielt die Schule nicht mit.

Das Feld soll jetzt im Baumpark in der Nähe des Spielgerätes und der Boulebahn entstehen. Mit den Planungen und der Umsetzung soll unverzüglich begonnen werden, wenngleich parallel eine Bauvoranfrage beim Landkreis laufen soll. Deren Ergebnis sieht man allerdings gelassen entgegen. Verena Garscha (Grüne): „Wir haben noch für diesen Sommer gegenüber den Jugendlichen eine Bringschuld. Der Landkreis kann ja kaum etwas dagegen haben, wenn wir auf einem gemeindeeigenen Grundstück ein Stückchen Rasen abschälen und dort Sand auffahren.“

Nur wenige Ratsmitglieder stimmten gegen diese Vorgehensweise, beispielsweise Heinz von Hollen (parteilos). Ihr Tenor: Das Vorhaben müsse zunächst niet- und nagelfest abgesichert sein, bevor es losgehe. Damit war neben den Nachfragen beim Landkreis auch die nötige Zustimmung der Baumparkstiftung gemeint.

In diesem Zusammenhang gab es von allen Ratsmitgliedern einen dicken Rüffel an die Verwaltung – am Donnerstagabend adressiert an Verwaltungsvize Roland Link, der die erkrankte Samtgemeindebürgermeisterin Anke Fahrenholz als Sitzungsleiter vertrat. Der Tenor hier: Nach den Vorberatungen dieses Themas im Sozialausschuss vor vier Wochen hätte die Verwaltung alle Zeit gehabt, wie beauftragt, alle notwendigen Fragen im Vorfeld zu klären. Roland Link gelobte Besserung.  sp

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