Rat soll Maßnahmen aus Machbarkeitsstudie für Blender See anschieben

Gewässerreinigung mit Haken

Mit dem Blender See beschäftigt sich der Gemeinderat am Dienstag. ArchivFoto: la

Blender – Unter anderem mit dem Blender See befasst sich der Gemeinderat Blender am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr im Besprechungsraum des Feuerwehrhauses. Laut Beschlussvorschlag geht es um die Umsetzungen von Maßnahmen aus der Machbarkeitsstudie der Firma Bioplan vom vergangenen Jahr sowie um die Beantragung von Fördergeldern.

Oberste Priorität haben der Vorlage zufolge Maßnahmen zur Reduktion des Phosphateintrags, die Verlegung einer Dränageleitung am Westufer sowie das Setzen einer Spundwand im Zulauf Varste. Flankierend ist an Projekte zur weiteren Nährstoffreduktion gedacht, wie die zeitweise Einleitung von nährstoffarmem Wasser aus dem Blender Hauptgraben, ein sogenanntes Fischmonitoring, die Einleitung von Regenwasser von Dachabläufen, die Reinigung des Sandfangs Mühlenwiese, die Entnahme von Schwimmblattpflanzen sowie die Sedimententnahme, um eine Rücklösung des dort festgesetzten Phosphats in den sanierten Wasserkörper zu vermeiden und einer zunehmenden Verlandung entgegenzuwirken.

Was die Umsetzung der Maßnahmen anbelangt, gibt es aber noch einige Haken. So seien noch Behörden zu beteiligen. Fraglich sei etwa, ob Flächen zur Schlammaufspülung am östlichen Ufer zur Verfügung stehen und wenn ja, zu welchen Konditionen und ob es für eine solche Aufspülung überhaupt eine Genehmigung gibt. Außerdem müssten alle Maßnahmen bis Ende 2022 erledigt und abgerechnet seien. Das finanzielle Risiko beim Projekt Entschlammung des Sees wäre insofern hoch, als nicht gewährleistet ist, dass es bis zu besagtem Zeitraum abgeschlossen werden kann. Dann würde aber die Gemeinde die Kosten zu 100 Prozent und nicht – wie bei Förderung – nur zu zehn Prozent tragen müssen. „Das könnte zu einem finanziellen Desaster bei der Gemeinde Blender führen“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Denn eine aufwendige Schlammentsorgung würde mit mehreren Hunderttausend Euro zu Buche schlagen. Deshalb soll das Gremium nur einem Förderantrag für die Phasen eins bis vier von acht der Maßnahmen Entschlammung und Zufluss vom Blender Hauptgraben seinen Segen geben. Für die Phasen fünf bis acht hofft die Verwaltung auf weitere Förderaufrufe.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist ein Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Nr. 16 „Amedorf“. Laut Beschlussvorschlag wollen die Eigentümer einen Teil des mit großen Eichen bestandenen Hofgehölzes beseitigen, um dort Platz für einen 600 bis 700 Quadratmeter, maximal 1000 Quadratmeter großen Bauplatz zu schaffen. Dort soll ein 110 bis 120 Quadratmeter großer alten- und behindertengerechter Bungalow entstehen. Die Verwaltung schlägt die Ablehnung des Antrags vor, das Gehölz sei zu schützen.  pk

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