Denkansätze, noch keine Lösungen

Thedinghauser Rat diskutiert über Verkehrssituation

Die Planungen für eine Aufpflasterung der Bürgerstraße im Übergangsbereich zur Landesstraße 203 werden vom Gemeinderat vorerst nicht weiterverfolgt.
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Die Planungen für eine Aufpflasterung der Bürgerstraße im Übergangsbereich zur Landesstraße 203 werden vom Gemeinderat vorerst nicht weiterverfolgt.

Thedinghausen – Mit der Verkehrssituation im Thedinghauser Ortszentrum beschäftigte sich der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Dienstagabend in der Gustav-England-Halle. So viel vorweg: Es gab jede Menge Gedankenspiele und Lösungsansätze – aber noch kein konkretes Ergebnis.

Zunächst ging es um die Aufpflasterungen im Rahmen der Verkehrsberuhigung an den Einmündungen der Bürgerstraße in die Landesstraße 203 – sowohl bei der Ein- und Ausfahrt in die Braunschweiger Straße Höhe Rathaus als auch in die Schulstraße.

Bauamtsleiter Frank Bielefeld stellte hierfür die Ausarbeitungen eines Ingenieurbüros vor. Bielefeld erläuterte, dass die Aufpflasterungen (Schwellen) aufgrund von verkehrsrechtlichen Vorschriften jeweils nur rund 15 bis 20 Meter vor dem Einmündungsbereich postiert werden dürfen, was das Planungsbüro berücksichtigt habe. Ein Abstoppen der Fahrzeuge auf der Landesstraße vor der Einfahrt in eine Nebenstraße sei seitens der Straßenverkehrsbehörden nicht erwünscht, weil dadurch der Verkehrsfluss gehemmt werde. Auch die Schulbusse, häufig Gelenkbusse, müssten barrierefrei abbiegen können.

Die Planungen für eine Aufpflasterung der Bürgerstraße verfolgt der Rat auch an der Einmündung beim Rathaus nicht weiter

Diese Aussage schmeckte den Ratsmitgliedern überhaupt nicht. Anke Fahrenholz (SPD) und Arno Thalmann (CDU) unisono: „Aufplasterungen an diesen Stellen sind nutzlos. Sie gehören direkt in den Einmündungsbereich.“ Wolfgang Kaib (FDP) attestierte: „Eine Umsetzung in dieser Form wäre absolut keine Verbesserung für Radfahrer und Fußgänger. Auch Lastwagen werden sich von einem außer Sichtweite liegenden Hindernis nicht davon abhalten lassen, in die Bürgerstraße einzubiegen.“

Wie berichtet, hatten vor allem Anwohnerbeschwerden mit Blick auf Raserei und zunehmenden Schwerverkehr auf dieser Abkürzungsstrecke dazu geführt, dass sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigte. Herausgekommen war bisher die Einrichtung einer Tempo-30-Zone. Viel mehr wird in absehbarer Zeit auch nicht passieren – es sei denn, die Gemeinde findet in Verhandlungen mit der Straßenverkehrsbehörde noch eine andere Lösung für die Standorte der Aufplasterungen.

Für Fußgänger und Radfahrer soll die Braunschweiger Straße in Thedinghausen sicherer gestaltet werden.

Anfreunden konnten sich alle Mitglieder mit einer einfachen Variante: die Roteinfärbung des Einfahrtsbereiches als eine Art Warnsignal für Autofahrer. Tenor: Diese Lösung würde auch ihren Zweck erfüllen – zumal Messungen ergeben hätten, dass die Verkehrsbelastung in der Bürgerstraße doch nicht ganz so erheblich sei, wie ursprünglich angenommen.

Die Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, die nötigen Gespräche zu führen und neue Konzepte zu entwickeln. Die veranschlagten Kosten für die vorgestellte Variante in Höhe von 59 000 Euro bleiben vorerst im Gemeindesäckel.

Syker Straße Thedinghausen

Weiteres Thema im Rat war der Antrag der CDU-Fraktion zur Verbesserung der Radverkehrsführung im Ortszentrum. Wie Ratsmitglied Ralph Landwehr erläuterte, seien besonders zwei Gefahrenbereiche ausgemacht worden: Der Rad-/Fußweg an der Braunschweiger Straße aus Richtung Lunsen am Rathauspark vorbei über die Einmündung Bürgerstraße bis hin zur Schulstraße: Außerdem die Einmündung der Bahnhofstraße in die Syker Straße. Hier geht es besonders um Radfahrer und Fußgänger die aus Richtung Edeka-Center/Gesundheitspunkt kommen und auf dieser Seite die Bahnhofstraße überqueren wollen.

Durchweg sahen auch die anderen Ratsmitglieder an den genannten Stellen Handlungsbedarf. Die möglichen Lösungsansätze, wie eine klarere Beschilderung, Markierungen auf der Fahrbahn oder die Ausweisung eines Radfahrer-Schutzstreifens sollen jetzt von der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Das könne allerdings eine Weile dauern, machte Gemeindedirektor Harald Hesse deutlich.

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