Nicole Simanowski: Parteilos auf SPD-Liste

„Gemeinde jetzt selber mit voranbringen“

Nicole Simanowski wohnt seit 1990 mit ihrer Familie in Wulmstorf und kandidiert erstmals bei einer Kommunalwahl. - Foto: Laue

Wulmstorf - Erst seit rund drei Jahren ist Nicole Simanowski ehrenamtlich in ihrem langjährigen Wohnort Wulmstorf engagiert und setzt sich im Dorfverein für Belange des Ortes ein. Jetzt, nachdem sie sich beruflich als Controllerin im Bremer Gesundheitswesen wieder in etwas ruhigerem Fahrwasser bewegt, kandidiert die 50-Jährige erstmals bei Kommunalwahlen – als Parteilose auf der Liste der SPD.

Beim Ringen um das Dorfgemeinschaftshaus in Wulmsstorf samt Verzögerungen des Projekts wegen verspäteter Zuschüsse hatte Nicole Simanowski Geschmack an kommunalpolitischem Engagement gefunden.

Nun möchte die 50-jährige, verheiratete Mutter zweier erwachsener Kinder sich für Erfordernisse und die Entwicklung der gesamten Gemeinde mit einsetzen, damit es sich dort weiterhin gut und vielleicht sogar noch etwas besser leben lässt.

Parteigrenzen sind der gebürtigen Delmenhorsterin dabei nicht wichtig. „Hier im Dorfverein zum Beispiel ist der Vorsitzende bei der CDU, der Schriftführer bei den Grünen. Ich tendiere zur SPD, und trotzdem klappt die Zusammenarbeit gut“, macht sie deutlich.

Für die Kandidatur auf der SPD-Liste entschied sie sich, weil ihr der Einsatz dieser Partei in der Lohnpolitik für sozial Schwache und für die im Vergleich immer noch unterdurchschnittlich bezahlten berufstätigen Frauen zusagt.

Dass Thedinghausen frackingfreie Gemeinde ist, befürwortet sie ebenfalls. Günstigen neuen Wohnraum auch in der Samtgemeinde zu schaffen, liegt ihr genauso am Herzen wie „Integration auf allen Ebenen“.

Nicht nur für Flüchtlinge gelte das, sondern auch für neu zugezogene junge Paare und Senioren, so dass insgesamt Jung und Alt in der Gemeinde und Samtgemeinde gut zusammenleben können.

Ganz konkret in Wulmstorf hält Nicole Simanowski es für nötig, „den Spielplatz mal wieder auf Vordermann zu bringen“, und insgesamt sei der Ort bisher im Rat nicht genügend vertreten.

An Arbeit zum Wohle der Gemeinde mangelt es somit im kommunalpolitischen Bereich nicht. Neben ihrem Engagement auf diesem Feld und dem Beruf geht die Wulmstorferin – sie war auch schon für Patientenmanagement an den Aller-Weser-Kliniken zuständig – gern ihren Hobbys „Garten, Wandern und Fotografieren“ nach. - la

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