Gelungene Premiere: Mehr als 100 Aussteller locken Hobbygärtner in Scharen auf das Erbhofgelände in Thedinghausen

Gartentrends und Antikes in „Top Location“

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Verschiedene Kräuter und Stauden für den Kräutergarten: „Was habe ich und was brauche ich noch?“ – Das könnten sich diese vier Frauen just gedacht haben.

Thedinghausen - Von Heiner Albrecht. Wer am Wochenende das Gelände des Erbhofes in Thedinghausen und Teile des Baumparks betrat, tauchte in eine andere Welt ein. Mehr als 100 Aussteller präsentieren Schönes und Nützliches für Haus und Garten und boten dabei Ansprechendes für alle Sinne an – von duftenden Blüten über Wärmekissen bis hin zu Schokolade und Pflanzenerde. Zum ersten Mal veranstaltete Jan Siemsglüss das Antik- und Gartenfestival auf dem Erbhof.

„Viele Menschen werden sich in den Standort Thedinghausen verlieben. Er ist unverwechselbar. Bei den Besuchern, die hier hergekommen sind, hat man das Gefühl, die atmen anders“, war der Veranstalter mehr als zufrieden mit dem Besuch quasi aus dem gesamten Norddeutschen Raum.

Trotz des doch sehr deutlich durchwachsenen Wetters pilgerten die Gäste der Thedinghauser Gartentage vor allem am Sonntag in Scharen zum Erbhof. „Es ist fantastisch angenommen worden“, sagte Mitarbeiterin Stefanie Janzen, die bereits viele neue Aussteller auf dem Zettel für nächstes Jahr hat. „Da wollen wir auch dabei sein“, hat Janzen erfahren. „Und wenn dann noch mehr ‚Hiesige‘ dabei sind, dann wird die Sache rund“, prophezeite Siemsglüss. Einziger Wermutstropfen bei den Gartentagen waren die kulinarischen Stände, die vor allem am Sonntag total überlaufen waren, so dass sich immer wieder lange Warteschlangen bildeten.

Ein Trend, den Garten zu verschönern oder Obst und Gemüse selber anzubauen, war klar zu erkennen. Ein Anbieter hatte beispielsweise sehr viele, zum Teil alte Tomatensorten an seinem Stand. „Die Leute wollen ihren eigenen Produkten vertrauen“, so die Fachfrau für Tomaten. Und der Geschmack einer Tomate aus dem eigenen Garten sei unvergleichlich.

Gartentage in Thedinghausen

Den Kontakt zu Siemsglüss hatte vor sechs Jahren „Tom“ Röpke hergestellt. „Er war es, der mich damals angesprochen hat, aber da war noch alles in Umbauplanung zum Erbhof“, als Siemsglüss über den ersten Kontakt zu Thedinghausen sprach. Er bezeichnete den Erbhof, Baumpark, Heimathaus, Zuchtanlage der Rassegeflügelzüchter und das ganze Drumherum als „Top Location“. Die Aussteller präsentierten sich im Innenhof und im Schatten der idyllischen Gartenanlage im rückwärtigen Teil des historischen Erbhofes und in Teilen des Baumparks. Teile des Erbhofes und der Renaissancesaal waren geöffnet. Dort gab es Führungen, genauso wie im Heimathaus.

Auf sehr großes Interesse stießen zum Beispiel die verteilt auf dem Gelände arrangierten floralen Kunstobjekte von Marion van der Sant. Sie zeigte vor der Erbhofbühne, wie man mit lokalen Dekorationsmaterialien eine optimale Wirkung erzielen kann.

Ganztägig gab es zudem die Musik der Country-Bandits oder Vorträge der 16-Eichen-Rosenschätze, Gästeführungen und Kinderanimation.

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