Früh übt sich, wer ein Meister werden will

Programmier-AG vermittelt Profi-Wissen an der Thedinghauser Grundschule

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Matthias Wassiljew, ein engagierter Vater an der Thedinghauser Nils-Holgersson-Grundschule, führt die Kids in die Geheimnisse des Programmierens ein – im Hintergrund Lehrerin Katja Schewe. 

Thedinghausen - „Man darf nicht immer nur den sich abzeichnenden Fachkräftemangel beklagen – man muss auch etwas dagegen tun.“ Das meint Matthias Wassiljew, Ingenieur und Leiter der IT-Abteilung bei der DESMA in Achim.

Und darum hat der 53-jährige Familienvater aus Wulmstorf an der Thedinghauser Nils-Holgersson-Grundschule ehrenamtlich eine Computer- und Programmier-AG ins Leben gerufen. In einem Pilotprojekt beschäftigen sich ausgewählte Schüler der dritten und vierten Klassen nahezu auf Profi-Niveau mit den Geheimnissen des kleinen Kastens, in diesem Fall ein Micro-Computer (für jedes Kind einen). Versteht sich von selbst, dass Wassiljew-Junior Keno auch dabei ist.

Wer nun glaubt, es gehe in dieser AG nur um ein bisschen Verschieben von Texten oder Bearbeiten von Bildern, sieht sich getäuscht. Es wird richtig programmiert – auf einer speziellen grafischen Programmieroberfläche, die eigens für diesen Zweck vom Fraunhofer-Institut entwickelt worden ist. 

Lichtsensor, Bewegungsmelder und Würfel programmiert

Dem laienhaften Betrachter bleibt nur das Staunen, wenn Fragen zu Begriffen auftauchen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Die jungen Abc-Schützen bewegen sich spielerisch in diesem Metier. Matthias Wassiljew: „Und genau das ist auch Sinn der Sache.“

Die Kids haben im Laufe der letzten Wochen schon jede Menge interessante, unterhaltsame und mitunter nützliche Dinge in ihren PC programmiert – sei es nun ein Lichtsensor, ein Bewegungsmelder, ein Würfel, mit dem man auf der Oberfläche spielen kann oder ein Programm, um Lieder zu kreieren.

„Neue Form des Lernens“

Nils-Holgersson-Rektorin Sandra Rohde zeigt sich jedenfalls hocherfreut. „Das Elternengagement an dieser Schule kann sich wahrlich sehen lassen. Und mit dieser Programmier-AG ist etwas auf die Beine gestellt worden, das von A bis Z zukunftsorientiert ist.“

Matthias Wassiljew denkt sogar ein bisschen weiter: „Das ist eine neue Form des Lernens, eben kein Frontalunterricht mehr. In diese Richtung könnte oder müsste auch ein Teil des künftigen Unterrichts gehen.“

An der Nils-Holgersson-Grundschule auf jeden Fall. Denn ab Januar soll die AG ein festes Angebot für alle Schüler der vierten Klassen werden. - sp

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