1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Thedinghausen

Frisch saniert – schon wieder aufgebuddelt

Erstellt:

Von: Philipp Köster

Kommentare

Der Geh- und Radweg an der Blender Hauptstraße an der Kreuzung zum Verdener Weg wird nach rechts verschwenkt.
Der Geh- und Radweg an der Blender Hauptstraße an der Kreuzung zum Verdener Weg wird nach rechts verschwenkt. © Köster

Blender – Etliche Geh- und Radwege sind im Sommer in der Gemeinde Blender saniert worden. So zum Beispiel die Buckelpiste zwischen Einste und Holtum-Marsch. In Blender selbst hat die Landesbehörde ebenso den Zustand der Wege an der Landesstraße 202 verbessern lassen. Dazu zählt auch der Bereich vor dem Feuerwehrgerätehaus am Verdener Weg.

Die Arbeiten waren abgeschlossen, doch nun wird an dieser Stelle abermals „gebuddelt“. Und so mancher Passant, fragt sich, warum das Pflaster wieder aufgenommen worden ist. Einer davon ist – neben Bürgermeister Patrick Rott – der Einster Hans-Georg Budelmann. Der Rentner, der früher in Bremen beruflich mit der Einrichtung von Baustellen und dabei auch mit der Koordination von unterschiedlichen Behörden zu tun hatte, fürchtet, es handele sich um eine Verschwendung von Steuergeldern, weil sich die Verantwortlichen nicht abgesprochen haben könnten. „Aber vielleicht gibt es eine Erklärung, die ich aus meiner Froschperspektive nicht erkenne.“

Bauamtsleiter Frank Bielefeld sagt, die Gemeindeverwaltung habe sich auch schon über die Sanierung des Rad- und Gehweges durch und auf Kosten des Landes gewundert; und dies zeitlich kurz vor der Realisierung des Abbiegestreifens ins neue Baugebiet nebst Verschwenkung der Fahrstreifen samt Geh- und Radweg nach rechts.

Damit meint er die aktuellen Bauarbeiten auf Veranlassung und auf Kosten der Gemeinde Blender.

Wie berichtet, wird das neue Baugebiet am Heinrich-Röwer-Weg von der Blender Hauptstraße aus erschlossen. Von Einste aus kommend in Richtung Landesstraße 203 wird eine Linksabbiegespur gebaut. Entsprechend muss die Fahrbahn für die geradeaus fahrenden Verkehrsteilnehmenden nach rechts verschwenkt werden. „Die Planungen dafür laufen seit eineinhalb bis zwei Jahren“, schätzt Bielefeld, „und zwar unter den Bedingungen des Landes. Denen gehört die Straße ja.“

Trotz der Verwunderung über die Sanierung auch des besagten Abschnitts, den man laut Hans-Georg Budelmann unter Beachtung der Verkehrssicherheit doch hätte aussparen können, sei es aber unabhängig davon Frank Bielefeld zufolge „gut, dass der übrige Rad-/Gehweg vom Land saniert wurde“. Der Bauamtsleiter vermutet, dass innerhalb der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr der Kommunikationsfluss ins Stocken geraten sein könnte. Denn: „Das Land ist über den Bau inklusive Verschwenkung des Rad-/Gehweges, der von der Gemeinde Blender bezahlt wird, vollinhaltlich informiert“, unterstreicht Bielefeld.

In Verden wird das indes anders gesehen. Pressesprecherin Anna Pajak teilt mit: „Als wir, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, den Geh- und Radweg im Sommer erneuert haben, war uns leider nicht bekannt, dass die Gemeinde Blender die aktuellen Baumaßnahmen plant. Hätten wir dies rechtzeitig gewusst, hätten wir uns sehr gerne besser mit der Gemeinde abgestimmt. Das war uns leider jedoch nicht möglich.“

Unabhängig von der Klärung der Frage, ob Blenderaner Gemeindeverwaltung und Niedersächsische Landesbehörde nicht ausreichend kommuniziert haben oder ob etwas hausintern in Verden versandet ist, bleibt somit festzuhalten, was Hans-Georg Budelmann vermutet: dass hier faktisch Steuergelder verschwendet worden sind.

Von Philipp Köster

Arbeiten an der Zuwegung zum neuen Baugebiet am Heinrich-Röwer-Weg.
Arbeiten an der Zuwegung zum neuen Baugebiet am Heinrich-Röwer-Weg. © Köster

Auch interessant

Kommentare