Freude über Förderung vom Land

Samtgemeinde Thedinghausen bekommt rund 127. 000 Euro für „Homeoffice-light“-Projekt

Bild links: Unter normalen Umständen hätte Monika Scherf den Förderbescheid gerne persönlich übergeben: Die Landesbeauftragte bringt die positiven Nachrichten nun per Post auf den Weg.Bild rechts: Ein Mitarbeiter erledigt seine Aufgaben im „Co-Working-Space“. Fotos: Gaedeicke / Köster
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Bild links: Unter normalen Umständen hätte Monika Scherf den Förderbescheid gerne persönlich übergeben: Die Landesbeauftragte bringt die positiven Nachrichten nun per Post auf den Weg.

Thedinghausen - Frohe Kunde für die Samtgemeinde. Sie hat sich erfolgreich beim Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ beworben. Das Land finanziert mit knapp 127 .000 Euro unter dem Projektnamen „Opal“ (Ohne pendeln – arbeite lokal) die Einrichtung eines sogenannten Co-Working-Space. Dabei handelt es sich um eine Art offenes Büro, das jedermann zugänglich ist, der nicht im Homeoffice arbeiten kann oder will, aber dafür nicht zu seinem eigentlichen Arbeitsplatz pendeln muss (wir berichteten über die Initiative, die vor allem Prof. Dirk Fornahl angeschoben hatte).

Monika Scherf vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg hat jetzt einen entsprechenden Förderbescheid in die Post gegeben. Wegen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen verzichtet sie auf einen persönlichen Besuch in Thedinghausen.

Die Einrichtung, in der einzelne Arbeitsplätze temporär angemietet werden können, soll einen besonderen Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben. „Die Corona-Krise hat das mobile Arbeiten in vielen Unternehmen sehr beschleunigt. Es ist gut, wenn wir dafür eine entsprechende Infrastruktur schaffen und insbesondere Familien mit Kindern entlasten, für die das Pendeln sehr anstrengend sein kann“, sagt Monika Scherf.

Die Förderung kommt aus dem im vergangenen Jahr aufgelegten Programm „Zukunftsräume“ des niedersächsischen Regionalministeriums. Dieses richtet sich speziell an Kommunen, die eine besondere Ankerfunktion für das Umland haben und den ländlichen Raum nachhaltig stärken können, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ein Mitarbeiter erledigt seine Aufgaben im „Co-Working-Space“.

Da nur Grundzentren infrage kommen, wird das Büro in Thedinghausen errichtet werden. Der Samtgemeindeausschuss hatte dem Projekt auf seiner nicht-öffentlichen Sitzung im März seinen Segen gegeben.

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Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse sagt, dass die Samtgemeinde Thedinghausen „offenbar den gesellschaftlichen Bedarf an der Einrichtung von dezentralen Arbeitsräumen in Form eines Co-Working-Space richtig erkannt hat“. Sie gewinne dadurch „sicher erneut ein Stück an Attraktivität“. Für Interessenten ergebe sich laut Hesse eine Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Verwaltungschef freut sich über die 60-prozentige Förderung des Projekts durch das Land mit Gesamtkosten von rund 211. 000 Euro. 90 Prozent bekommen nur Kommunen mit geringen Steuereinnahmen. „Damit erhält unser Vorhaben den nötigen Rückenwind für die Realisierung.“ Es sei nun umso wichtiger, die derzeit ausgeschriebene Stelle in der Wirtschaftsförderung schnell zu besetzen, damit zügig in die Projektumsetzung eingestiegen werden könne.

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