Franka Strehse widmet sich auf Kreis-SPD-Grillfest „60 plus“ Aspekten der Flüchtlingspolitik

900 000 Stellen, aber ein Arbeitsverbot

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Nach Vortrag zum Flüchtlingsthema rückte beim SPD-Grillfest „60plus“ das Buffet in den Mittelpunkt.

Morsum - 900 000 unbesetzte Arbeitsstellen gebe es in Deutschland, doch für Flüchtlinge gelte leider ein Arbeitsverbot. Viele würden aber gern arbeiten, und manche hülfen auch schon ehrenamtlich mit – etwa bei den Aktionen ,,Unser Dorf soll schöner werden“.

Auf diese Aspekte der Flüchtlingsthematik wies Franka Strehse, ehemalige Bürgermeisterin Visselhövedes und Europakandidatin 2014, jetzt auf der Grillfete der SPD-Arbeitsgemeinschaft ,,60plus“ unter anderem hin.

Rentner Diethelm Ehlers

begrüßt Gäste in Morsum

Seit 13 Jahren gibt es diese Fete, die jetzt zum zweiten Mal im Schützenhaus Morsum gefeiert wurde. Die ,,60plus“-Kreisvorsitzende Christiane Knof-Grotevent begrüßte über 50 Senioren und dankte vor allem Marlene Lask für die Organisation vor Ort. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Bernd Michallik und Thedinghausens Bürgermeister Diethelm Ehlers fehlten nicht. Ehlers ist seit Januar selbst Rentner und hieß alle auf heimischem Boden willkommen.

Vor die Schlacht am Buffet ergriff Franka Strehse dann das Wort zur Flüchtlingspolitik. Sie erinnerte auch daran, dass schon vor 50 Jahren Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Die jetzigen Flüchtlingsströme seien natürlich nicht damit vergleichbar, Sie freute sich aber über die Hilfe aus der Nachbarschaft.

Frank Strehse forderte außerdem eine Aufteilung der Flüchtlinge über alle EU-Staaten und stellte die Frage, ob die EU sonst in dieser Form noch Bestand habe.

Sie wies zudem auf Problemstaaten wie Ungarn hin, wo die Pressefreiheit eingeschränkt und die Grenze dicht gemacht werde. Großbritannien habe lange aus den Zeiten der Kolonien profitiert und sträube sich heute, Flüchtlinge aufzunehmen.

Margarete Eckermann berichtete, dass sie Flüchtlingen in Kirchlinteln Schreiben und Lesen beibringe. Christiane Knof-Grotevent kümmert sich in Baden um die Ankömmlinge. ,,Es kommen 75 Prozent Männer und nur 25 Prozent Frauen“ so Franka Strehse. Dieses Verhältnis sei ungesund.

Seit Jahren wird die „60plus“-Grillfete von der Musikfamilie Lucian aus Moldawien begleitet. Tatiana und Romeo Lucien mit ihren Töchtern Daniela und Michaela begeisterten durch klassische Musik und Folklore. Dabei griffen sie zu einer Vielzahl an Instrumenten. Bei so viel Unterhaltung saßen viele Besucher bei Gegrilltem noch lange zusammen.

hu

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