Bürgerbusse: Niedersachsen das „Gelobte Land“

Förderung geht bis fast 100 Prozent

Thedinghausen - Für Bürgerbus-Freunde sei Niedersachsen „das gelobte Land“, hob Georg Bergmann von der FIBE Bus-GmbH bei der Vertragsunterzeichnung für ein neues Fahrzeug in Thedinghausen hervor.

Alles in allem sei bei Anschaffungen fast 100-prozentige Förderung möglich. In Bayern und Baden-Württemberg etwa lägen die Sätze deutlich niedriger, und auch in den östlichen Bundesländern flössen nur wenig Fördergelder. Allgemeines Umdenken sei aber erkennbar, und zur Zeit bewege sich Schleswig-Holstein auf dem Gebiet merkbar vorwärts.

Die Ausstattung der Fahrzeuge sei relativ aufwändig, Auch der Thedinghauser Bürgerbusverein besteht aus Sicherheitsgründen auf einem qualitativ hochwertigen Kindersitz, und das neue Fahrzeug hat LED-Scheinwerfer, die sich je nach Auslastung des Busses automatisch neu justieren, so dass entgegenkommende Fahrzeuge nicht geblendet werden.

Per USB-Stick können während der Fahrt nicht nur Haltestationen auf dem Multimedia-Monitor angezeigt werden, sondern es sind auch Werbeeinblendungen oder gezielte Hinweise auf Geschäfte in der näheren Umgebung möglich. Behindertengerechter Zu- und Ausstieg über eine Rampe ist natürlich ebenfalls gegeben.

Auch Kritik und Verbesserungsvorschläge zur Bürgerbusgestaltung, die Mitglieder des Thedinghauser Vereins von Kirchlintelner Kollegen erfahren hatten, notierte sich de FIBE-Geschäftsführer. Unter anderem ging es dabei um umständliche Bedienung oder mangelhaftes Funktionieren einiger elektronischer Elemente im Fahrerbereichssowie um Schutz vor Sonneneinstrahlung.

Und schießlich wurden Probleme beim Aussteigen und Öffnen der Türen an Straßen mit Hochborden angesprochen. Sabine Dörr machte dazu als Hauptamtsleiterin der Gemeindeverwaltung deutlich, dass Thedinghausen recht gut gerüstet sei. Es gebe hier überwiegend so genannte Kasseler Sonderborde, die nicht scharfkantig, sondern flacher und abgerundeter gestaltet seien.

Einig waren sich Bürgerbusvereinsvorstand und Bergmann darin, dass auf wirtschaftliches Fahren bei der Ausbildung der Ehrenamtlichen am Steuer besonderes Gewicht zu legen sei.

Vereinsvorsitzender Wolfgang Kaib berichtete, dass auf ein und derselben Strecke der Kraftstoffverbrauch je nach Fahrer um mehrere Liter schwanke. Das hänge sicher mit der Fahrweise zusammen: Etwa Kavalierstarts an Ampeln oder Bemühungen, durch Vollgas verlorene Minuten aufzuholen.

la

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