Flurfrühstück der „Roten Hand“ / Bürgerinitiative will am Ball bleiben

„Kein Gift in unsere Erde“

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Dettmar Frese als Mitorganisator (re.) sowie der Thedinghauser Samtgemeinde-Bürgermeister Harald Hesse und sein Achimer Amtskollege Rainer Ditzfeld waren sich in der Fracking-Ablehnung einig.

Thedinghausen-Werder - Die Jazz- und Dixieband „Tuba Libre“ begleitete auf einem Feld am Deichschart in Werder das Flurfrühstück der Bürgerinitiative (BI) „Rote Hand Thedinghausen-Achim“, bei dem auch sonst keine leisen Töne angeschlagen wurden.

Das Meeting unter freiem Himmel in ungezwungener Atmosphäre richtete sich gegen geplantes Fracking und Gasbohrungen im Aufsuchungsgebiet Werder. Dieses Gebiet erstreckt sich bis nach Emtinghausen und Achim.

Schon „Schoperio“ alias Heinz-Jürgen Schafrick von der BI Langwedel machte mit seinem Eröffnungssong die Intention deutlich. „Die Konzerne machen was sie wollen, stellen wir uns quer.“

Dettmar Frese, ein führender Kopf der Initiative, machte den über 100 Besuchern des morgendlichen Beisammenseins noch einmal klar: „Es könnte nächstes Jahr losgehen. Wir müssen am Ball bleiben.“ Die Initiative sei zwar im Gespräch mit dem Energiekonzern DEA, aber konkrete Aussagen habe es bislang nicht gegeben. Frese betonte: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Erdgas-Verwendung. Doch man darf die Augen nicht vor den Gefahren bei der Erschließung und Förderung verschließen.“

Der Thedinghauser Samtgemeindebürgermeister Harald Hesse stieß ins gleiche Horn. „Für jede Kleinigkeit gibt es in Deutschland Vorschriften. Nur das Fracking scheint eine gesetzlose Zone zu sein.“ Hesse signalisierte den Zuhörern noch einmal die politische Unterstützung durch alle Fraktionen und Räte der Samtgemeinde, um grundsätzlich zu schließen: „Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energiequellen.“

Das Motto „Kein Gift in unsere Erde“ griff auch der Achimer Bürgermeister Rainer Ditztfeld auf. „Auch wenn das Thema in Achim noch nicht so hochgekocht ist – auch wir sehen das Bedrohungspotential. Darum hat auch der Achimer Stadtrat eine entsprechende Resolution verfasst.“

Dem Ernst der Fracking-Bedrohung zum Trotz: Es wurde in großer, geselliger Runde bei Kaffee, Tee, Sekt und kleinen Leckereien beim Protestfrühstück auch einfach nur geklönt. Man traf Gleichgesinnte, auch von benachbarten Bürgerinitiativen und genoss das angenehme sonnige Spätherbstwetter.

sp

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