Fischereiverein Thedinghausen mit Bestand zufrieden / Mitgliederzahl steigend

Eyter-Renaturierung trägt Früchte: Steinbeißer entdeckt

Klaus-Dieter Pommerening (links) und Siegmund Jabs gehören seit jeweils 60 Jahren dem Fischereiverein Thedinghausen an. Dafür ehrte sie jetzt Vereinschef Werner Bammann (rechts) besonders.
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Klaus-Dieter Pommerening (links) und Siegmund Jabs gehören seit jeweils 60 Jahren dem Fischereiverein Thedinghausen an. Dafür ehrte sie jetzt Vereinschef Werner Bammann (rechts) besonders.

Thedinghausen - Mit dem Fischbestand in den Gewässern rund um Thedinghausen ist der zweite Gewässerwart Dr. Joachim Heine sehr zufrieden. Zander, Hecht und Weißfisch wie Brasse, Rotfeder und Rotauge gibt es in ausreichendem Maße, teilte er auf der Jahresversammlung des Fischereivereins mit.

Auch die Witterungsverhältnisse der vorigen Monaten spielten den Anglern in die Karten. Es gab so gut wie kein Fischsterben.

Da zeige sich, wie gut die Wasserqualität der Eyter und die ihrer Nebengewässer sei, so Heine. Nebenarme wie die Landwehr dienen vor allem der Aufzucht des Fischnachwuchses.

Im Auftrag des fischereikundlichen Dienstes lief vor Monaten In einem kleinen Eyterbereich in Emtinghausen eine Elektrobefischung. „Diese dient dazu, den tatsächlichen Fischbestand zu erforschen“, erläuterte Joachim Heine. Zum Erstaunen aller seien dabei auch Steinbeißer entdeckt worden. Ihr Vorkommen zeige, dass die Eyterrenaturierung mehr und mehr greife. „Diese Fische bevorzugen langsam fließende Bäche, Flüsse und stehende Gewässer mit klarem, sauerstoffreichem Wasser“, ergänzte Vorsitzender Werner Bammann.

„Auch der Spaziergänger wird in den nächsten Jahren beobachten können, welche Pflanzen zurückkehren“, ist Heine sicher.

Die beiden Vorstandsmitglieder verhehlen aber auch nicht, dass Aale weiter Probleme haben. „Für sie sind die vielen Stauanlagen in den Flüssen auf ihrem Weg von der Sargassosee in hiesige Gewässer ein Hindernis - sie kommen nicht durch“.

Die Sicherung des Aalbesatzes hat sich der Fischereiverein deshalb auf die Fahne geschrieben. 4500 Euro habe man 2014 für den Fischbestand ausgegeben, und auch jetzt sollen wieder Glas- und Farmaale ausgesetzt werden.

Außerdem wird die Sohlgleite am Schöpfwerk in Eißel umgebaut. Die Fließgeschwindigkeit der Gleite ist derzeit bei niedrigem Weserwasserstand zu schnell, so dass Fische nicht in die Eyter aufsteigen können. „Der Mittelweserverband wird demnächst mit den Umbauarbeiten beginnen“, hofft Bammann.

Für den Verein steht 2015 die Sanierung des Vereinsheims am Karperdeich an. Mit der Erneuerung des mit asbesthaltigen Platten bedeckten Daches wurde eine Firma beauftragt. Isolierungen am Gebäude und Renovierungsarbeiten übernehmen Mitglieder in vielen ehrenamtlichen Stunden.

Die Mitgliederzahl des Vereins ist auf 424 angestiegen. Einerseits sind es viele Russlanddeutsche, die neu eintreten. „Im Osten hat das Angeln einen viel größeren Stellenwert als hier“, erklärte der Vorsitzende. Auf der anderen Seite kommen auch viele Jüngere hinzu, die dann mit zwölf oder 13 Jahren ihre Angelprüfung ablegen.

Mit Anneliese Cordes verlässt nach 28 Jahren eine sehr zuverlässige Schriftführerin den Vorstand. Als Nachfolger wurde Mevljan Jonuz aus Emtinghausen gewählt. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Gerhard Patzke und Hannelie Scherbinske.

Ehrenteller bekamen Klaus-Dieter Pommerening und Siegmund Jabs für 60jährige Mitgliedschaft im Fischereiverein. 25 Jahre gehören ihm Wilfried Brückner, Wilfried Herbst, Hartmut Stephan, Karl-Heinz und Bettina Klotz, Andrea Oßmer, Bernd Stumpf und Peter Sturm an.

ha

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