Finkenburg-Apfeltag: Zahlreiche Besucher hatten unzählige Sorten zu entdecken

Gratis-Kostproben inklusive

+
Allein 50 regionale Sorten waren hier auf der Apfelausstellung zu bewundern.

Eißel - Seit fast 25 Jahren werden an der Finkenburg in Thedinghausen Äpfel zu köstlichen Saft gemostet. Erhältlich ist er inzwischen auch in mehreren Geschmacksrichtungen. Beim alljährlich veranstalteten öffentlichen Apfeltag gab es jetzt Gratis-Kostproben.

Auch mit Roter Bete oder Karotten gemixt, schmeckte der Most sehr lecker, war festzustellen.

Dieser Apfeltag hatte aber natürlich noch viel mehr zu bieten. Wer selbst Äpfel im Garten hat, aber die Sorte nicht kennt, konnte diese vom Apfelexperten Michael Ruhnau und Andreas Kallwitz bestimmen lassen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.

In Deutschland gibt es rund 2000 Apfelsorten. Davon wird ein Drittel in Niedersachsen angebaut. Fast unmöglich also, alle Sorten zu kennen. Doch die Experten gaben sie Mühe. Ein Blick auf Schale, Stiel oder Blüte, zur Sicherheit ein Geschmackstest – dann stand das Ergebnis fest.

Aber es gab auch Sorten, bei denen die Fachmänner passen mussten, weil die betreffende Spezies bislang nicht schriftlich oder im Bild erfasst wurde. Dann wieder wollten die Experten noch mehr herausfinden: „Den Apfel nehmen wir mit und zeigen ihn noch anderen Kennern“.

Außerdem gab es wieder eine Apfelausstellung mit rund 50 regionalen Sorten. Dazu waren in einem Fragebogen fünf bestimmte Sorten genannt, die es zu finden galt. Da macht man doch mit. Führungen durch die Mosterei wurden ebenfalls angeboten. Wie in den Vorjahren war zudem der aus Funk und Fernsehen bekannte Obstbauer und Apfelexperte Eckart Brandt vor Ort. Neben dem Verkauf seiner Produkte hielt er einen Vortrag über alte Apfelsorten.

Hans-Dieter Pöhls vom Nabu stellte die Achimer Streuobstwiese vor. Umrahmt wurde der Apfeltag vom großen Hoffest mit vielen Essens- und Informationsständen.

Bei der Mosterei Finkenburg haben private Obstbaumbesitzer von Anfang September bis Mitte November die Möglichkeit, Äpfel zu Saft verarbeiten zu lassen. Der wird auf 72 bis 74 Grad erhitzt und so konserviert. Der Geschmack bleibt damit erhalten und der Most hält über ein Jahr.

ha

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Bilder: Freiburg gewinnen Hinspiel gegen Domzale

Droht Venezuela eine Diktatur?

Droht Venezuela eine Diktatur?

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Ursachenforschung nach tödlichem Hubschrauberabsturz in Mali

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Beängstigender Hagel-Sturm: In Istanbul ging fast nichts mehr 

Meistgelesene Artikel

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Großeinsatz: Aber der Kanute übte nur

Absperrungen zur Sicherheit: Die Amtsgericht-Fassade bröckelt

Absperrungen zur Sicherheit: Die Amtsgericht-Fassade bröckelt

Axthieb statt Lohn für Schwarzarbeiter

Axthieb statt Lohn für Schwarzarbeiter

Tolle Premiere für „Chaos in’t Bestattungshuus“

Tolle Premiere für „Chaos in’t Bestattungshuus“

Kommentare