Feuer mit zwei Todesopfern als prägendes Ereignis / Versammlung der Rieder Wehr / Zahlreiche Beförderungen

Großbrand wird noch lange in Köpfen bleiben

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Die Rieder Wehr präsentierte sich als funktionierende Einheit. Hans Schröder (links), Bernd Jerke (2. von links) Jürgen Winkelmann (hinten 3. von rechts) und Martin Köster (ganz rechts) gratulieren den beförderten und langjährigen aktiven Kameradinnen und Kameraden für ihre selbstlosen Einsätze.

Riede - Ortsbrandmeister Bernd Jerke erklärte bewegt: „Der tragische Großbrand am 29. November in der Thedinghauser Straße mit zwei Todesopfern wird noch lange in den Köpfen aller Kameraden bleiben, ob gleich von Anfang an, nachrückend oder in den folgenden vielen Nachbesprechungen der nächsten Tage und Wochen.“

Jerke weiter: „Wir sind nicht nur an körperliche, sondern auch an psychische Grenzen gestoßen. Es ist schwer, dieses aufzuarbeiten.“ Worte, die während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Riede unter die Haut gingen.

Zunächst hatte Bernd Jerke in der Schützenhalle eine sehr große Anzahl aktiver Kameraden und Kameradinnen, Senioren der Wehr sowie Gemeindebrandmeister Martin Köster, Bürgermeister Jürgen Winkelmann und SG-Altbürgermeister Hans Schröder begrüßt, außerdem den Vorsitzenden des Fördervereins Holger Wolle.

Bernd Jerke blickte auf ein ereignisreiches Einsatzjahr zurück. Der Wehr gehören 57 aktive Mitglieder, darunter zwei Frauen und 23 Kameraden der Altersabteilung an. 13 Alarmierungen, darunter fünf Brandeinsätze mit dem furchtbaren Großbrand, acht technische Hilfeleistungen, dazu acht Einsatzübungen sowie zahlreiche weitere Aktivitäten bestimmten das Jahr. Die Kameraden leisteten insgesamt 3992 Dienststunden, darunter 598 Lehrgangsstunden in den Feuertechnischen Zentralen (FTZ) Loy und Celle.

Da die Rieder Wehr im nächsten Jahr 2017 ihr 90-jähriges Bestehen feiert, hat sie auch den Zuschlag erhalten, am 17. Juni den Samtgemeindefeuerwehrtag auszurichten.

Die Jahresberichte der Funktionsträger zeugten allesamt von einer intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit auf hohem Niveau. Martin Köster war es vorbehalten, eine ganze Reihe von Wehrleuten aufgrund ihrer Qualifikation zu befördern sowie einige für langjährige Aktive auszuzeichnen: Er beförderte Clemens Irps zum Feuerwehrmann, Clemens Siemers zum Oberfeuerwehrmann, Armin Siemers zum Hauptfeuerwehrmann, Maren Spannhake zur Hauptfeuerwehrfrau, Hartmut Frickmann und Dieter Schröder zum 1. Hauptfeuerwehrmann, Annegret Ahrens zur 1. Hauptfeuerwehrfrau sowie Lorenz Irps zum Oberlöschmeister.

Das niedersächsische Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst ließen sich Bernhard Othersen, Horst-Hilmer Ortmann und Hermann Witte anheften.. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurden Günter Ahrens und Horst-Hilmer Ortmann, sie wechselten in die Altersabteilung.

Jürgen Winkelmann meinte: „Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter euch, Hochachtung und Dank für die Einsätze, darunter den dramatischen Großbrand. Und die gute Nachricht: Der Internetanschluss in eurem Gerätehaus ist auf den Weg gebracht, die Kosten übernimmt die Samtgemeinde.“ Hans Schröder attestierte: „Die Harmonie stimmt. Das ist wichtig, um auch fremde Menschen in der Gemeinde aufnehmen zu können.“

Es wurden noch zahlreiche Termine genannt, darunter der 12. und 19. März mit der Brennholzannahme fürs Osterfeuer.

jb

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