Feines Fährfest, viele Besucher

Alles im Griff

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Bei dem tollen Wetter war das Fährfest ein echter Besuchermagnet. Der Haken: Um 16 Uhr war der Kuchen alle.

Grinden/Ahsen - Der Wind blies kräftig, die Sonne strahlte vom blauen Himmel, die Strömung der Weser war schon ganz ordentlich. Trotzdem bahnte sich die Weserfähre „Gentsiet“ gestern zigmal ihren Weg von einem zum anderen Fähranleger: Hochbetrieb beim 15. Fährfest des Fährvereins Hagen-Grinden/Ahsen-Oetzen.

In aller Seelenruhe steuerten die ehrenamtlichen Fährführer die kleine Fähre über das Wasser. Der kleine Außenborder trieb die Fähre voran, die „Gentsiet„ schräg zur Strömung gestellt. „Sonst würde wir das anvisierte Ufer nicht erreichen“, gab es für Mitfahrer vom Fährführer fachkundige Auskunft. Meist war die Fähre an diesem Sonntag immer voll besetzt: Menschen und Fahrräder, ab und zu ein Hund oder Mitglieder des Fährvereins, die auf der anderen Seite was zu Klären hatten.

Seit ihrer Inbetriebnahme vor zehn Jahren chauffierte die Fähre mehr als 80000 Gäste über die Weser. Die „Gentsiet“ hat die alte Verbindung zwischen Grinden in Langwedel und Ahsen-Oetzen in Morsum wiederbelebt. „Ohne Zweifel“, fühlt sich Vorsitzender Horst Jüntgen heute mehr denn je bestätigt, das angefangene Konzept weiterzuführen.

Bis 1959 gab es einen regelmäßigen Verkehr zwischen beiden Ufern. Diese Verbindung geht zurück bis zur Mitte des 18. Jahrhundert. Bis 1945 wurden täglich zwischen 20 und 30 Überfahrten registriert.

Heute ist das Ziel des Vereins eher der sanfte Tourismus in der Region und um bei der Entwicklung des Radwegenetzes zu helfen. „Und das alles ehrenamtlich“, wie Jüntgen immer wieder betonte und einen Dank an alle fleißigen Helfer des Vereins und des Fährfestes richtete.

15. Fährfest in Thedinghausen

Jeder wusste, was er zu machen hatte. Pläne gaben die genauen Aufgaben und Zeiten für Damen und Herren in den Vereinsshirts oder Fischerhemden vor. Auch wenn am Fähranleger wegen des großen Andrangs mal eine kleine Warteschlange entstand, die Fastmaker, Kartenverkäufer und Fährführer hatten stets alles im Griff.

Los ging es um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Festzelt am Anleger in Hagen-Grinden. Pastor Martin Behr aus Baden hielt die Predigt, musikalisch unterstützt durch den Posaunenchor. Das Zelt war bis auf den letzten Platz besetzt.

Für Kurzweil gab es auf beiden Anlegerseiten musikalische Unterhaltung mit den Möhlenmusikanten und den Bierdener Jungs. Aktivitäten für Kinder und der THW Achim gab einen Einblick in seine Arbeit.

Fährklappe runter, die Fähre berührte sanft die Anleger. Wieder eine Fähre voller Gäste die übergesetzt wurde. Oft ein Dankeschön, ein fröhliches „Tschüs“ oder „Auf Wiedersehen“. Ganz bestimmt 2016 oder an einem der kommenden Wochenenden. Noch bis zum 4. Oktober ist die Fähre in Betrieb.

ha

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