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Dieter Ehlen organisiert seit 20 Jahren den Flohmarkt in Thedinghausen

20 Jahre Flohmarkt in Thedinghausen: Das Organisationsteam Ulrike Bertram, Dieter Ehlen, Silke Dreßler (v.l.) freut sich über die Blumen, die Lydia Bargmann im Namen der Beschicker überreicht.
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20 Jahre Flohmarkt in Thedinghausen: Das Organisationsteam Ulrike Bertram, Dieter Ehlen, Silke Dreßler (v.l.) freut sich über die Blumen, die Lydia Bargmann im Namen der Beschicker überreicht.

Thedinghausen – Der Flohmarkt in Thedinghausen ist untrennbar mit Dieter Ehlen verknüpft. Und das schon seit 20 Jahren. Lydia Bargmann, eine der ersten Flohmarktbeschickerinnen und heute noch regelmäßig dabei, hatte für Dieter Ehlen und sein Team am Sonntag eine kleine Überraschung zum 20-jährigen Bestehen des Flohmarkts parat. Im Namen der Beschicker überreichte sie einen Blumenstrauß als Dankeschön.

Für Ehlen und seine Frau Silke Dreßler sowie Teammitglied Ulrike Bertram war es eine gelungene Überraschung und auch ein Zeichen von Dankbarkeit und Anerkennung. Lydia Bargmann brachte das zum Ausdruck, was sicherlich auch die Meinung von Standinhabern sowie Besuchern ist: Ohne Ehlen und sein Team würde es den Flohmarkt in der seiner Größe und Form sowie mit seinem besonderen Flair in Thedinghausen wohl nicht geben.

Als Ehlen vor zwei Jahrzehnten am Standort des jetzigen Busbahnhofes auf einem Schotterplatz, den er mit eigenen Händen einigermaßen herrichten musste, begann, ahnte niemand, welch kuscheliger Flohmarkt sich hier jeden ersten Sonntag im Monat etablieren würde. Heute muss man schnell sein, um einen Platz zu ergattern. Denn in Corona-Zeiten geht es nicht ohne Anmeldung.

Weil es die Auflagen vorschreiben gewisse Abstände einzuhalten, findet der Flohmarkt jetzt alle 14 Tage statt, um die Nachfrage decken zu können. Die Anmeldung geht per Mail oder Telefon. „Eine Stunde dauert es, und dann ist der Markt ausgebucht“, sagt Ehlen, der die Anmeldefrist genau zehn Tage vor dem Markt setzen muss. „Unter Auflagen der örtlichen Behörden natürlich“, fügt er ein. Das Vorgehen beschreibt er zwar als aufwendig, aber er spricht von einer guten Zusammenarbeit mit den Behörden.

Im Klartext heißt es für den Flohmarkt: Abstände, Maskenpflicht und Eintritt. „Den Eintritt müssen wir nehmen, damit wir auch genau wissen, wie viele Leute den Markt besucht haben“, erklärt Ehlen. Das bedeutet, dass am Eingang jeder Besucher zwei Euro zahlen muss, dann eine Wäscheklammer bekommt, diese wieder am Ausgang abgibt und einen Euro vom Eintrittsgeld zurückerhält. „Mit den Wäscheklammern können wir kontrollieren, wie viele Besucher sich gleichzeitig auf dem Gelände befinden.“ Sind alle Klammern vergeben, was am Sonntagmorgen zwei, drei Mal passierte, müssen die nächsten Besucher einen Augenblick warten. Das habe aber noch nie zu Problemen geführt, sagt der Organisator. Die Besucherzahlen sind ihm zufolge genauso hoch wie vor Corona, nur eben auf die zwei Märkte im Monat verteilt. Der nächste Flohmarkt ist für den 15. August angesetzt. Falls die Inzidenz weiter unter 50 bleibt, hofft Dieter Ehlen, auch die nächsten Flohmärkte anbieten zu können.

Wer über den Flohmarkt in Thedinghausen schlendert, der erkennt den Unterschied zu Märkten in anderen Städten. Für Dieter Ehlen kommt keine Neuware auf den Markt, aber gerne Artikel, die bei neuen Besitzern Verwendung finden. „Und so wird auch die Umwelt geschont. Die Waren bleiben im Kreislauf, und es wird nicht gleich geschreddert und vernichtet“, sagt Ehlen.

Und schon muss sich der „Macher“ weiter mit seinem Team um die am Eingang stehenden Besucher kümmern, die kurz wegen des Pressefotos warten mussten.  

Von Heiner Albrecht

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