Werder-Wichtel-Gruppen jetzt im Bungalow / Hochzufrieden, aber mehr Andrang als Plätze

Fast Ideallösung nach erzwungenem Umzug

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Offensichtlich sehr zufrieden am neuen Standort: die kleinen Werder-Wichtel und das Team an der Verdener Straße 22. Sitzend rechts: Vereinsvorsitzende Heike Buschmann, hinter ihr im schwarzen Shirt die stellvertretende Leiterin Jutta Häring. Zum fachkundigen Betreuungspersonal gehören, von links: Sergej Harmel, Monika Firleke, Luna Firleke, Pia Hasselmann, Yvonne Twietmeyer, Alexa Dagert und Jessy Laupichler.

Morsum – Der Umzug war nicht ganz freiwillig. Die Samtgemeindeverwaltung nämlich hatte Eigenbedarf für die von der Werder-Wichtel-Krippengruppe genutzten Räume im Morsumer Kindergarten geltend gemacht.

Weil der Platz dort für eine zusätzliche Kindergartengruppe dringend benötigt wurde, mussten die „Wichtel“ weichen. Der Verein machte sich auf die Suche nach einem neuen Domizil für die bis zu dreijährigen Mädchen und Jungen.

Nicht weit entfernt wurde er fündig – nach einem Tipp des Samtgemeindebürgermeisters. Der Bungalow an der Verdener Straße 22 war offenbar ein Glücksgriff: „Wir freuen uns sehr darüber, hier sein“, berichtet jetzt Werder-Wichtel-Vorsitzende Heike Buschmann beim Ortstermin mit dieser Zeitung: „Vorher waren wir in einer ziemlich großen Einrichtung. Hier sind wir mehr für uns, und für die Kinder ist es gemütlicher“. Die stellvertretende Vorsitzende Jutta Häring stimmt zu.

Bis zum Einzug als Mieter am 21. September aber war jede Menge zu tun. Philipp Elster und Sören Maaß, die das Haus von Familie Döhling erworben hatten, riefen eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ins Leben, um das Projekt voran zu bringen und alles samt neuer Kindertoiletten und Notausgängen krippengerecht umzugestalten. Architekt bei diesem Vorhaben war der Morsumer Arno Thalmann. Gemeinde und Land beteiligten sich neben dem Verein mit an den Investitionskosten.

Vom Bauantrag einschließlich Nutzungsänderung bis zum Einzug dauerte es etwa ein halbes Jahr, erläutert Heike Buschmann. Danach gab es gegenüber der 15er-Gruppe im Kindergarten mit nun zwei Elfer-Gruppen mehr Krippenplätze als zuvor.

Sie alle sind längst belegt, und es existiert schon eine Warteliste. Auch im Bereich Morsum/Beppen sei der Bedarf sehr groß, und es werde auf eine möglichst ortsnahe Betreuung der Kinder geachtet, macht die Leiterin der Einrichtung deutlich.

Innerhalb der Samtgemeinde gibt es außerdem zwei Werder-Wichtel-Standorte in Thedinghausen sowie weitere in Riede und Emtinghausen.

Sechs Fachkräfte – je drei pro Gruppe – kümmern sich um die Kleinen in Morsum. Zum Team gehören jeweils eine Erzieherin und zwei Sozialassistentinnen beziehungsweise -assistenten. Einziger Mann in der Runde ist Sergej Harmel.

Seit 2002 existieren die Werder Wichtel – damals von Eltern als erste Krippengruppe im Landkreis Verden gegründet, so Heike Buschmann. Mütter und Väter wollten sich durch diese Betreuung mehr Freiraum schaffen und ihren Kindern zugleich mehr soziale Kontakte ermöglichen.

Beteiligte Eltern waren anfangs weitgehend selbst in der Gruppe mit den „Wichteln“ aktiv. Heute ist längst mehr Fachkompetenz am Werke.

Und bei der weiter steigenden Nachfrage wird die Samtgemeinde Thedinghausen auch in absehbarer Zukunft nicht ohne umfangreiches Werder-Wichtel-Krippenangebot auskommen.

In Morsum geht es in der kommenden Woche mit der Außenanlagen-Gestaltung weiter. Im November werden dann die neuen Spielgeräte erwartet.

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