Statistische Erhebung im Mai/Juni 2020

Querungshilfe in Werder: Erst müssen belastbare Zahlen her

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Wenn das Wetter wieder besser ist und mehr Radler die Landesstraße queren, soll eine statistische Erhebung der Nutzerzahlen Aufschluss über die Notwendigkeit einer Querungshilfe geben.

Thedinghausen – Bürger, die sich in Werder eine Querungshilfe über die Achimer Landstraße wünschen, müssen sich noch gedulden. Bis zum Sommer 2020 wird das Projekt ruhen. Das geht aus einer Mitteilung für den Thedinghauser Rat hervor. Das Thema Querungshilfe über die L 156 im Bereich Horstfeld / Werder Dorfstraße ist am kommenden Dienstag Thema in der Gemeinderatssitzung, die um 19.30 Uhr in Döhlings Gasthaus in Morsum beginnt.

Die Errichtung einer solchen Querungshilfe – Ampel, Fußgängerüberweg oder Fahrbahnteiler – auf einer Landesstraße ist nur mit der Genehmigung des Landes möglich. Nach Rücksprache der Verwaltung mit der Verdener Dienststelle der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbV) müssen Nutzungszahlen erhoben werden, die es bislang noch nicht gibt. Denn nur auf Grundlage statistischer Daten kann sich eine Notwendigkeit für den Bau ergeben.

In Absprache mit der NLStbV soll die Datenerhebung im Mai und Juni erfolgen, „da dann mit einer realistischen (höheren) Querungszahl zu rechnen ist“, heißt es in der Mitteilungsvorlage des Rathauses. Denn dann seien mehr Radler unterwegs, die auf der Strecke Werder Dorfstraße – Horstfeld fahren.

Danach würde entschieden, ob die Querung erforderlich ist. Wenn ja, würde wohl das Land aktiv, wenn nicht, könnte die Gemeinde Thedinghausen sämtliche Kosten übernehmen, wenn es denn eine Genehmigung durch das Land gibt. „Bereits jetzt ist festzustellen, dass es keine kostengünstige Lösung für die Errichtung einer Querungshilfe im gewünschten Bereich geben wird“, heißt es in dem Schreiben weiter. Denn für eine Ampel oder einen Zebrastreifen müsste auf einer Länge von 25 Metern ein Geh-/Radweg hergerichtet werden – mit den entsprechenden Kosten wegen Grunderwerbs, Verfüllung des vorhandenen Grabens und Oberflächenentwässerung.

Ähnlich verhielte es sich bei einem sogenannten Fahrbahnteiler, wie er vom Ortseingang in Thedinghausen beim Erbhof bekannt ist. Auch hier müsste ein Gehweg her. Die Straße müsste auf mehr als 30 Metern verschwenkt werden, an der breitesten Stelle muss die Verschwenkung 3,5 Meter aufweisen. Doch dieser Platz ist in Werder gar nicht vorhanden.

Im Haushalt 2020 sind 10 000 Euro Planungskosten vermerkt.

Ein weiteres Verkehrsthema bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag greift die Diskussion der vergangenen Sitzung Ende Oktober auf. Laut Beschlussvorlage soll beim Landkreis ein Antrag auf Genehmigung von sogenannten Tempo-30-Zonen vor allen Kitas gestellt werden. Diese Geschwindigkeit soll montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr gelten.

Dieser Forderung der CDU hatte das Gremium damals auf Vorschlag der Grünen auch die Bitte um Einrichtung einer solchen Zone auf der Bahnhofstraße vor dem Wohnheim der Waldheim-Stiftung zugefügt. Die Schilder kosten 560 Euro.  pk

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