Vier tote Biker in drei Wochen 

Erneut schwerer Unfall: Motorradfahrer (64) stirbt in Emtinghausen

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Ebenfalls tödlich verletzt wurde eine junge Motorradfahrerin vor rund zwei Wochen in Quelkhorn.

Emtinghausen - Die Serie schwerer Verkehrsunfälle, bei denen Motorradfahrer ums Leben kommen, reißt nicht ab. Am Dienstag starb der vierte Biker innerhalb von drei Wochen im Bereich der Polizeiinspektion Verden/Osterholz.

Wie die Beamten am Mittwochmorgen mitteilen, ereignete sich der jüngste Unfall auf der Bremer Straße (L331) in Emtinghausen. Ein 67-jähriger Fahrer eines Ackerschleppers mit angekoppeltem Siloanhänger war gegen 17.30 Uhr auf der L331 aus Richtung Schwarme kommend in Richtung Emtinghausen unterwegs. 

Nach Passieren der Einmündung zur Gödestorfer Straße bog der Mann nach links auf eine Hofzufahrt ab. In diesem Moment wurde das landwirtschaftliche Gespann von einem 64-jährigen Motorradfahrer überholt, sodass es zum Zusammenstoß zwischen Motorradfahrer und abbiegendem Ackerschlepper kam. 

Durch den Aufprall wurde der Motorradfahrer so stark verletzt, dass auch Reanimationsversuche vom Rettungsdienst, der mit Rettungswagen, Notarztwagen und Rettungshubschrauber vor Ort war, erfolglos blieben. Der Mann verstarb noch am Unfallort. 

Für die Unfallaufnahme und die Bergung der stark beschädigten BMW-Maschine war es nach Angaben der Polizei notwendig, die Landesstraße zu sperren. Die Ermittlungen des Polizeikommissariats Achim zum genauen Unfallhergang dauern an. Dabei kommt auch ein Unfallgutachter zum Einsatz.

Bereits drei schwere Unfälle in drei Wochen 

Die Serie tödlicher Unfälle begann vor drei Wochen auf der B74 in Osterholz-Scharmbeck, als ein 20-Jähriger Motorradfahrer starb, weil er stürzte, in den Gegenverkehr rutschte und hier von einem Auto überrollt wurde. Zwei Tage später starb eine 23-jährige, die mit ihrem Motorrad nahe der Grenze zwischen den Landkreisen Verden und Osterholz auf der Kreisstraße 25 alleinbeteiligt stürzte und im Seitenraum gegen einen Baum prallte. 

Nochmal zwei Tage später kam ein 30-jähriger Biker ums Leben, der auf der A27 in Richtung Cuxhaven unterwegs war und bei starkem Regen mit nicht angepasster Geschwindigkeit fuhr. Auch er stürzte und prallte gegen die Stützpfosten der Leitplanken.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz bittet alle Verkehrsteilnehmer dringend um eine besonnene und umsichtige Fahrweise. Oft würden Autofahrer die Motorradfahrer übersehen, Biker hingegen führen mitunter zu riskant. „Letztlich ist es egal, wer Schuld hat - Motorradfahrer gehören zu den Schwächeren im Straßenverkehr, da sie keine Knautschzone besitzen“, sagt ein Sprecher der Polizei. Während ein Unfall mit einem Pkw mit Blechschaden ende, verlaufe derselbe Unfall mit dem Motorrad tödlich.

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